Gutes sehen. Gutes tun. Brillen Mosqua

Shownotes

Markus Stammberger führt mit seiner Frau Sandra das Traditionsunternehmen Brillen-Mosqua in Ludwigsburg. Was ihn besonders macht: Neben erfolgreichem Unternehmertum engagiert er sich mit großer Leidenschaft für soziale Projekte und das Ehrenamt – und wurde dafür mehrfach ausgezeichnet.

Moderiert von Johannes Elster spricht Stammberger in dieser Folge darüber, warum Verantwortung, Werte und gesellschaftliches Engagement für ihn genauso wichtig sind wie wirtschaftlicher Erfolg. Eine inspirierende Geschichte über Unternehmertum mit Haltung.

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00:00:03: Die Stadt hat sich schon gemausert auch.

00:00:05: Wir haben, wenn man das mit anderen Städten vergleicht noch eine absolut lebendige Stadt.

00:00:10: bei unserem Laden laufen am Tag so um die vierzigtausend Menschen vorbei.

00:00:14: da ist richtig was geboten.

00:00:15: Das Unternehmen wird achtzig Jahre alt.

00:00:17: beim seventy-fünfjährigen Unternehmensjubiläum Hat mich eine Kundin gefragt sie sind aber noch nicht von Anfang an dabei.

00:00:23: oder habe ich gesagt jetzt nehmen Sie mal Platz Ich setze in ihre neue Brille auf und dann gucken wir Mal ob es besser wird.

00:00:29: ja

00:00:32: Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge von L-Business.

00:00:35: Mein Name ist Johannes Elster, ich melde mich heute aus der Mühliostraße XIV vom Prillen Moskva direkt am Bahnhof wo ich gegenüber des Inhabersitz Markus Stamberger – hallo!

00:00:47: Hallo

00:00:48: Markus!

00:00:49: Vielen Dank dass wir hier sein dürfen und heute über dich und deinen Betrieb sprechen dürfen den du seit dem Jahr zwei Tausend drei leitest.

00:00:57: Wie kamst Du hier zum Prillemoskva?

00:00:59: Ja, ursprünglich komme ich aus Hessen.

00:01:01: Ich habe dort meine Ausbildung gemacht und irgendwann in den Folgejahren kam der Wunsch nach einem eigenen Unternehmen, dass ich meinen eigenen Brillen verkaufe sozusagen und dann bin ich auf die Suche gegangen und ich sage immer es hätte Köln sein können.

00:01:16: jetzt ist es Ludwigsburg geworden und ich bereue den Schritt überhaupt nicht für mich hier pudelwohl Und das Unternehmen stand damals zum Verkauf, wurde mir angeboten und jetzt bin ich seit bald dreiundzwanzig Jahren Inhaber von Brillen Moskwa.

00:01:32: Wie hat sich das Business in den letzten zwei Jahrzehnten verändert?

00:01:37: Kommen die Menschen mit anderen Bedürfnissen her?

00:01:40: was hat sich so ein bisschen im Hinblick auf die Tests und so weiter, was ihr eben vornehmend verändert?

00:01:47: Also wir sind ja ausschließlich im hochwertigen Bereich der Augenoptik unterwegs.

00:01:52: Das heißt, wir sind randvoll mit der neuesten Messtechnik.

00:01:56: Zu uns kommen die Kunden, die wirklich sehr großen Wert auf perfekte Seelen und auch perfektes Aussehen legen.

00:02:03: Und da muss ich sagen hat sich in den letzten zwei Jahrzehnten schon einiges gewandelt.

00:02:08: Es gab mal so eine Phase ... Ich sag mal diese Geizis-Geil-Mentalität, die hatte vor der Augenopptik keinen Halt gemacht.

00:02:15: Das ist jetzt wieder seit vielleicht zehn Jahren

00:02:19: rum

00:02:19: und man kennt ganz klar, wie da so ein Trend hin zur Qualität.

00:02:23: Ja,

00:02:23: also sprich jeder hat auch gelernt der mal so ganz billige Dumping Angebote ausprobiert hat dass es einfach nichts sein kann und das Qualität vor allem in so einem technischen Bereich wie der Augenoptik einfach auch Geld kostet.

00:02:36: Also wir fahren da sehr gut dass wir uns auf das hochwertige Klientel konzentrieren und auf die die einen gewissen Qualitätsanspruch haben Und machen da unsere Kunden, denke ich ganz zufrieden.

00:02:48: Das heißt was ist das häufigste Anliegen mit dem Menschen zu euch kommen?

00:02:52: Na ja gut ... Ich sag mal bei der Brille natürlich dass sie irgendeinen Seeproblem haben.

00:02:59: Sei es beim Lesen, sei es in der Ferne beim Autofahren.

00:03:03: Häufig kaufen Kunden bei uns Gleitsichtbrillen.

00:03:05: D.h.,

00:03:06: die haben dann in mehreren Distanzen einfach einen Defizit ohne Brille beim Sehen und wir verhelfen ihnen halt wieder zur bestmöglichen Sicht und in Verbindung dann natürlich auch noch mit einer schönen Brille, dass das Ganze auch noch toll aussieht.

00:03:23: Jetzt ist es ja noch nicht so lange her, dass diskutiert wurde, dass es auch in Drogeriemärkten See-Tests geben soll.

00:03:29: Das heißt perspektivisch gibt's hier vielleicht Schreck gegenüber im Bahnhof beim DM in ein paar Jahren oder auch nicht in ein Paar Monaten Seetests.

00:03:38: Tangiert euch das?

00:03:39: Oder ist das sowieso eine andere Klientel?

00:03:42: Ja, ich würde sagen es ist tatsächlich eine andere Klientin.

00:03:45: Natürlich schöpft das dann irgendwo auch Kaufkraft wieder ab aus der Augenoptikbranche.

00:03:50: jetzt muss man aber dazu sagen diese Geschichten mit den Seetests.

00:03:55: Ich glaube dass sich das nicht durchsetzen wird wenn sie da als Anbieter kein ausgesprochenes Fachpersonal anbieten für das Thema weil Es gab schon diverse Versuche das auch online zum Beispiel zu machen, also ohne großen Einsatz von Menschen sondern KI gesteuert und wie auch immer.

00:04:15: Das hat sich nicht durchgesetzt.

00:04:16: das funktioniert einfach nicht ist.

00:04:18: wir sind in der Augenoptik glaube ich in der glücklichen Lage dass es einfach gewisse Dinge gibt die online oder ohne Fach Ausbildung nicht oder nicht gut funktionieren.

00:04:30: und die Augenoptik untersehen ist für die Menschen, gerade für unsere Kunden so ein sensibles Thema.

00:04:36: Dass sie halt wirklich Wert drauf legen auf die persönliche Ansprache und vor allem auf die kompetente Ansprachung.

00:04:42: ich glaube nicht dass sich das durchsetzen wir zumindest nicht so, dass uns das groß in dem Bereich, indem wir unterwegs sind qualitätsmäßig tangieren wird.

00:04:52: Im eher hochpreisigen Segment.

00:04:54: Wir hatten das ja mit Fotos auch, Fotostudios dachten wahrscheinlich auch neu und was soll uns schon passieren?

00:04:59: Und dann kann man sich jetzt der Foto selber ausdrucken lassen und alle rammeln dahin weil es ja häufig also man kennt's ja auch zum Beispiel vom Fleisch wenn man die Leute fragt hey würdest du mehr Geld für Fleisch ausgeben wenn das hochqualitativ ist und die Tiere gut gehalten werden?

00:05:14: und sechzig Prozent sagen, ja es ist verständlich.

00:05:16: Aber die Zahlen sagen was anderes und die Leute kaufen sich einfach wo's günstig ist?

00:05:21: Ja

00:05:22: also ich weiß natürlich nicht was in zwanzig Jahren sein wird um wie sich das alles entwickelt.

00:05:27: heute vor zwanziger jahren haben wir uns auch vieles noch nicht vorstellen können was heute schon alltag ist aber ich glaube nicht aktuell dass das auf absehbare Zeit ein erfolgsversprechendes Konzept ist, wenn das in den Drogeriemärkten oder sonst wo jetzt irgendwie von nicht Fachpersonal oder KI-Gesteuer oder wie auch immer die das machen wollen angeboten wird.

00:05:54: Das sehe ich tatsächlich für uns keine

00:05:56: Schwierigkeit.".

00:05:58: Sondern mit welchen Wünschen und Bedürfnissen kommen die Menschen zu euch.

00:06:02: Was sind denn die Trends gerade?

00:06:04: Gibt es so Brillentrend auch?

00:06:07: Klar, also es gibt Brillentrenz.

00:06:08: Es gibt natürlich bei bei Sonnenbrillen jährlich wechselnde Trends.

00:06:12: mal sind sie ganz großen dieses Jahr sind's teilweise wirklich auch wieder ganz schmale flache SonnenBrillen dann in der Korrektur Augenoptik, also wo es dann einfach um das bessere Sehen geht.

00:06:25: Da gibt's auch Trends ja?

00:06:27: Wir gucken immer dass wir bei uns im Unternehmen vor allem Independent Label verkaufen.

00:06:32: Also das heißt kleinere Anbieter nachhaltig aus dem drei D-Druck Büffelhornbrillen.

00:06:41: Wir haben Brillen aus Stuttgart da die werden in Stuttgard gefertigt.

00:06:44: Die haben kurze Wege.

00:06:45: Da ist so ein bisschen das Thema Nachhaltigkeit auch dabei.

00:06:48: Und dann gibt's da halt auch Trends vor ... Vor zwanzig Jahren haben wir wirklich nur randlose Brillen verkauft, da war das natürlich alles irgendwie ein Stück weit.

00:06:56: sehr nichts sagend auch, ja?

00:06:57: Weil die Brillen sieht man halt kaum.

00:06:59: Das ist so die Stufe nach der Kontaktlinse und mittlerweile sind wir zum Glück wieder in so einem Bereich wo alles angesagt ist mit... Ein bisschen Rand!

00:07:08: Mit viel Rand!

00:07:09: Ganz viel Rand,

00:07:10: ja?!

00:07:11: Wo man halt wirklich auch Akzente setzen kann.

00:07:14: und klar Das ist ein Modeartikel, ein Stück weit natürlich auch.

00:07:19: Und da es so viele verschiedene Brillen gibt, ist das auch ein Stückweit unsere Daseinsberechtigung weil jeder Optiker seinen Bereich finden kann wo er sich platziert.

00:07:29: und bei uns ist halt so das Thema eben gerade Independent Labels kleinere Marken hochwertige Marken die nicht jeder hat.

00:07:37: Habt ihr dann immer dieselben Labels und danach richtet sich so ein bisschen auch euer Sortiment?

00:07:42: Oder müsst ihr sozusagen irgendwie Trends antizipieren, geht auf Messen oder wie kommt ihr auf eure Modelle?

00:07:50: Genau wir sind wir sind auf Messen jedes Jahr entweder in München oder auch in Mainland.

00:07:54: das sind unsere beiden Messen wo man nach Trends Ausschau hält und die findet klar Italien ist ja da das Epic-Zentrum der Modebranche Und da findet man immer das, was aktuell ist.

00:08:08: Was angesagt ist und die Hersteller müssen sich ja auch danach richten.

00:08:13: Ja?

00:08:13: Also sie würden nix verkaufen wenn die am Trend vorbei produzieren werden.

00:08:16: Es gibt immer so ein paar Nischenhersteller, die dann teilweise auch gegen den Trend unterwegs sind.

00:08:22: aber so die große Masse bietet natürlich das was gerade angesagt is und wir suchen uns dann halt das raus was für uns sowohl vom Hersteler als auch von Produkt was für unseren besten passt.

00:08:34: Du bist ja der Inhaber jetzt hier vom Brillen Moskva seit dreiundzwanzig Jahren.

00:08:39: Und wie unterscheidet sich das inhabergeführte Geschäft von den vielen Ketten, die auch in Luticsburg ansässig sind?

00:08:46: Also ich habe gestern mal bei Google Maps Optiker eingegeben und Lutiksburg und kam auf deutlich über zehn Geschäfte zwischen Bahnhof- und Residenzschloss also in der Innenstadt.

00:08:59: Was macht euch besonders aus?

00:09:01: Ich sage mal ein... Stichwort passt da ganz gut.

00:09:04: Persönlichkeit, das Individuelle.

00:09:08: Also ich sage immer zu unseren Mitarbeiterinnen, sag' ich immer mir macht es unheimlich Spaß dieses Kleine auch zu leben.

00:09:16: ja also wenn großer Filialist mal entscheidet wir haben jetzt eine Besprechung Es ist gerade ne ruhige Zeit Wir machen den Laden eine Stunde zu Das funktioniert nicht.

00:09:28: Ja, dann machen bei manchen Filialisten siebenhundert Läden in Deutschland mal gewinnt ne Stunde zu.

00:09:33: Das ist nicht umseitsbar.

00:09:34: wir können halt wirklich reagieren.

00:09:37: Wir können handeln wie es für uns passt und wie es auch für unsere Mitarbeiterinnen passt.

00:09:43: Und ich liebe einfach dieses persönliche, dieses kleine und überschaubare Leben zu können indem wir zum Beispiel sagen wer hat Bock auf ein Team-Event?

00:09:53: Wir gehen jetzt auf die Steillagentage demnächst, gehen da zusammen hin sind einerseits Eventpartner von den Steilllagentagen aber wir laden dann auch unser Team einsamt anhangen und verbringen einen schönen Abend.

00:10:06: Wir haben schon Wochenendtrips an Bodensee gemacht oder so.

00:10:09: also einfach Kleine ist der Unterschied.

00:10:11: Wir leben das und ich glaube, diese großen Schiffe, diese Filialisten lassen sich so gar nicht führen.

00:10:19: Da brauchst du einfach ganz andere Strukturen und Regeln.

00:10:23: Und bei uns ist es halt so wir können wirklich dieses persönliche Wertschätzende auf Augenhöhe ganz toll leben.

00:10:31: Das ist ein Riesenvorteil auch.

00:10:33: Und das macht uns allen Spaß sowohl den Mitarbeiterinnen als auch meiner Frau und mir als Inhaber dass wir da eben das alles individuell anpassen können.

00:10:43: Ihr habt sechs Mitarbeiterinnen, wie ... kriegt man das hin, sie so an den, du hast es gerade gesagt mit den verschiedenen Incentives sozusagen und man unternehmt dann auch gemeinsame Aktivitäten.

00:10:55: Aber wie kriegst Du Sie zum Beispiel dazu bei einem Firmenlauf mitzumachen?

00:10:58: Also jetzt grade war wieder eine Mitarbeiterin von dir beim Halbmarathon dabei und da hat ne Spende erlaufen sozusagen.

00:11:07: Kommt das ganz aus freien Stücken oder sagst du hey guck mal wer.

00:11:10: doch eine Idee

00:11:11: kam tatsächlich voll aus freie Stücke.

00:11:13: Das war Emily,

00:11:14: das

00:11:15: ist eh unsere Sportskanone.

00:11:16: Die ist entweder hier im Geschäft oder irgendwo auf der Piste und rennt, oder fährt mit dem Rennrad durch die Gegend.

00:11:23: Und das war so dass die Emily auf mich zukam und hat gesagt sie trainiert jetzt gerade für einen Halbmarathon und hat jetzt irgendwie dieses Jahr noch einen in Köln.

00:11:32: Und dann kam mir die Idee da sag ich pass mal auf.

00:11:36: Wollen wir da nicht irgendwas Schönes draus stricken?

00:11:39: Wir machen ein bisschen für unser Herzensprojekt Aufwind eV Werbung.

00:11:45: Ich sponsor' euch die Trikots.

00:11:47: Du läufst mit deiner Freundin mit und als zusätzlichen Benefit, wenn ihr es schafft ins Ziel zu kommen... ...spendet das Unternehmen Brillen Moskva fünfhundert Euro an den Aufwind-EV.

00:11:57: Und das ist dann euer Beitrag?

00:11:59: Dann habt ihr persönlich was für die Kinder im Kreis Ludwigsburg erlaufen!

00:12:03: Also das war tatsächlich so dass Emily diesen Lauf machen wollte und wir haben da einfach was Schönes draus gebastelt.

00:12:09: noch zusätzlich ja umso ein bisschen den Charity Benefit Benefit in dem Zuge, dass halt die Mitarbeiterinnen auch sich wirklich sozial engagiert bei dem Lauf.

00:12:21: Und ja einfach so dieses aufwiedertes Persönlich immer redet drüber dann entstehen Ideen und dann kam das dabei raus und am Ende haben sie beiden dann in Stuttgart im MAP Arena einen Check überreicht.

00:12:36: Das soziale Engagement ist ja euch sowieso als Brillen-Mosk war extrem wichtig.

00:12:40: Also ich glaube, man kommt umhin das zu registrieren wenn man hier in der Stadt lebt.

00:12:46: Was genau hat es mit Aufwind auf sich und wie kamt ihr zueinander?

00:12:51: AufwindTV ist ein Verein der ganz eng mit der Kinderklinik Ludwigsburg verzahnt ist.

00:12:56: Es ist auch ein Förderverein der Kinder Klinik Lodwigsborg.

00:12:59: also wir unterstützen Auch die Klinikum LodWigsburg.

00:13:06: Und ja, meine Frauen.

00:13:08: Ich habe schon immer viel im sozialen Bereich gemacht haben verschiedene Organisationen unterstützt und vor acht Jahren kam dann bei uns so der Wunsch auf wir möchten gerne eine Organisation verstärkt unterstützen weil man dann einfach für dieses eine Projekt mehr erreicht und im Optimalfall soll es ein Projekt mit Kindern sein.

00:13:26: So und in dem Jahr kam dann der Axel Hechenberger einer der beiden Geschäftsführer der regionalen Kliniken Holding auf mich zu.

00:13:34: der weiß oder wusste damals schon, wir haben großes Netzwerk viele Kontakte und er hat mich dann einfach gefragt.

00:13:41: Er hat mich zum Mittagessen eingeladen und gesagt was halten Sie davon wenn sie ihre Kontakte gebündelt dafür Aufwind einsetzen?

00:13:48: Und hat mir daneben erklärt was aufwind macht kümmert sich um schwerstkranke Kinder extreme Frühchen und chronisch kranke kinder im kreis Ludwigsburg.

00:13:56: Das war wie die Faust aufs Auge.

00:13:58: ja Wir hatten damals wirklich überlegt Wie kriegen wir es hin?

00:14:02: Was gibt's für ein schönes Projekt, für das wir uns verstärkt einsetzen

00:14:05: können?".

00:14:05: Dann kam der Axel Hechenberger und fragte ob wir die Schirmherrschaft für Aufwind übernehmen wollen.

00:14:10: Da haben wir nicht lange überlegt, haben zugesagt und mittlerweile nach acht Jahren oder rund acht Jahren ist das ein absolutes Herzensprojekt für meine Frau Sandra und für mich geworden.

00:14:20: Und das Schöne ist halt auch... Wir können da hier in der Region, in der wir mit unserer Familie leben direkt vor der Haustür den Menschen helfen, denen es nicht so gut geht aktuell.

00:14:35: Ja und das fühlt sich einfach gut an in der Region, in der man arbeitet und lebt was zurückzugeben.

00:14:41: Findest du sollten dass alle Unternehmen machen?

00:14:43: Also gerade jetzt im Bereich dafür gibt's ja auch einen Namen tatsächlich Corporate Social Responsibility.

00:14:49: also würde ich dir ja das soziale Engagement der Unternehmen sollte man das machen kann man das Ist das natürlich auch, also inwieweit würdest du sagen ist das für dich Haltung und inwie weit auch natürlich ein Marketing Instrument?

00:15:08: Es ist tatsächlich weil wir es wirklich aus purer Überzeugung machen.

00:15:13: Ist zu hundert Prozent Haltung Und der Mehrwert fürs Unternehmen der ergibt sich einfach daraus dass halt heutzutage wirklich die Kundschaft verstärkt darauf guckt Was macht denn das Unternehmen noch außer mir?

00:15:27: Ich sag's jetzt mal so salopp, das Geld aus der Tasche zu ziehen.

00:15:31: Wo kommt denn da irgendwie was zurück?

00:15:33: ja?

00:15:34: Kommt es nur in der Form zurück dass ich den Inhaber mit seinem großen Auto durch die Stadt fahren sehe oder wir in die Einfahrt vor seiner großen Villa einparken?

00:15:43: oder kommt da auch wirklich etwas in Sachen Menschlichkeit zurück?

00:15:47: und von daher Es ist hundert Prozent Haltung, weil wir einfach mega Bock haben auf dieses Projekt und nach den ganzen Jahren wissen wie wertvoll das ist.

00:15:57: Wenn die Familien teilweise lernen werden ja auch kennen.

00:16:00: Wie dankbar sind sie?

00:16:02: Das war bis dato die schlimmste Phase in unserem Leben und es hat so gut getan.

00:16:08: zu wissen dass da jemand ist der uns hilft muss man sich so vorstellen.

00:16:11: viele wissen ja die ersten Wochen Monate nicht ob ihr Kind überlebt.

00:16:15: Also das ist die absolute Horrorvorstellung für Eltern.

00:16:18: Und wenn die dann jemand an der Hand haben oder wenn die von jemand an die Hand genommen werden, der sie unterstützt?

00:16:23: Das ist einfach so mega wichtig und von daher ... Ja ich sage immer, es ist einfach unser Herzensprojekt!

00:16:30: Wir machen's aus Liebe zu Aufwind und weil wir einfach sagen, wir wollen da unserer unternehmerischen Verantwortung gerecht werden.

00:16:38: um auf deine Frage zu kommen, sollte das ein Unternehmen machen oder muss oder wie auch immer Müssen muss man wenig.

00:16:46: Ich glaube tatsächlich, klar ist es so ein ... heutzutage auch so einen Trend das Unternehmen im CSR-Bereich unterwegs sein sollen eben wie ich gesagt habe weil die Kundschaft auch darauf achtet.

00:16:57: was macht das Unternehmen noch außer mir das Geld aus der Tasche zu ziehen?

00:17:00: aber ich glaube authentisch kommt's halt nur rüber wenn du's wirklich gerne machst.

00:17:06: Wenn du's aus Überzeugung machst und man erkennt denke ich sehr schnell Macht das jetzt jemand, weil man es halt heutzutage als Unternehmen machen soll?

00:17:16: Oder macht das jemand so wie wir jetzt, weil er wirklich Bock drauf hat und hinter der Sache steht.

00:17:21: Weil... Man muss auch wissen also ich hab Phasen zusammen mit Sandra da sind mir ja zwanzig Stunden die Woche für dieses Projekt unterwegs zusätzlich.

00:17:27: Das ist wie ein Teilzeitsjob.

00:17:29: nochmal zum Unternehmertum nebendran Da musst du schon so Ja auch Du musst das wollen sonst tust du dir das nicht an.

00:17:36: ganzer Lob gesagt Und von daher Ja, ich muss mal wenig.

00:17:42: Aber wenn man ein großes Netzwerk hat und wenn man das nicht nur für seine eigenen Zwecke einsetzt um sein Unternehmen zu pushen und voranzubringen sondern auch für die Gesellschaft einbringt ... finde ich, ist es einfach hochgradig sinnstiftend und tut unheimlich gut.

00:17:59: Also dieser Spruch Gutes tun tut gut!

00:18:01: Das kann ich weil wir das so leben, das Thema... ...und weil das ein fester Bestandteil in unserem Unternehmerleben ist,... ...kann ich sagen stimmt zu hundert Prozent, das ist einfach ein geiles Gefühl ja?

00:18:11: Wenn du merkst, du machst abseits des kapitalistischen Lebens,... ...du musst Umsatz machen, das der Motor des Unternehmens aber du machst dann auch noch was für andere,... ...ohne damit direkt Geld zu verdienen.

00:18:24: Einfach ein mega geiles Gefühl.

00:18:27: Das ist ja auch nicht das einzige Projekt, dass ihr unterstützt sondern ihr habt euch noch mit der internationalen Brillensammelaktion.

00:18:35: Wie funktioniert das?

00:18:37: Also beteiligt haben wir uns nicht, sondern wir haben die tatsächlich selber aufgezogen.

00:18:41: Die Geschichte ist entstanden vor zwölf, vierzehn Jahren ... bei einem Gläschen Wein mit meinem Freund und Oberbürgermeister Jürgen Kessing in Biedekheim.

00:18:54: Den habe ich gefragt, ob er nicht Lust hat ... ... Schirmherr von unserer Brillenspendenaktion zu werden?

00:18:59: Ich wollte damals so ein Projekt quasi an den Start bringen... ... und ja das haben wir dann auch gemacht.

00:19:06: jetzt das elfte Mahl, nee sorry dieses Jahr doch das elfte Mahl schon!

00:19:14: Ja und wir haben mittlerweile so um die hundertvierzigtausend Brillen gesammelt.

00:19:19: Und suchen uns dann immer Kooperationspartner, die Brillen in die Zielregion bringen.

00:19:24: also das heißt aktuell sammeln wir für Afrika da gibt es eine Organisation brillen weltweit Die organisieren dann die ganze Logistik die holen im Winter dann die Brilln bei uns ab die liefern auch die Brill nach Afrika ... in die entsprechenden Regionen.

00:19:39: Wir haben auch schon für Sechsart, dass die Partnerstadt von BDK im Bissingen... ... Brillen gesammelt oder auch schon mit der Kliniken-Holding zusammen, wenn die medizinisches Gerät nach Eritrea bringen.

00:19:49: Das war damals der Professor Dr.

00:19:51: Geltner, der hat das immer wieder organisiert und da haben wir dann halt in den... ... Container unsere Brillen reingestellt.

00:19:58: Genau!

00:19:58: Und das ist unser... weiteres internationales Charity-Projekt, was auch richtig gut funktioniert.

00:20:05: Und das sind dann Brillen die ihr hier quasi im Lager noch habt.

00:20:09: oder werden sie bei euch abgegeben?

00:20:11: Wie funktioniert das mit den verschiedenen Stärken?

00:20:13: Wir rufen die Menschen in der Region dazu auf, Brillen diese nicht mehr tragen, nicht in die Schublade zu legen und dort versandten zu lassen sondern bei uns abzugeben.

00:20:22: Und mittlerweile ist die Aktion deutschlandweit bekannt.

00:20:25: Da berichtet auch jedes Jahr ... Die Fachpresse drüber und wir gucken auch, dass wir ein Promi haben, der uns dabei unterstützt so als Erstspender sozusagen.

00:20:33: Und dann kommen kattungweise mittlerweile Brillen aus ganz Deutschland bei uns an.

00:20:38: Wir hatten mal den Hartmut Engler als prominenten Erstspänder.

00:20:41: da hat er uns einen Purfan Club aus Gelsenkirchen unterstützt.

00:20:45: Die haben sich, glaube ich, viertausend Brillen geschickt.

00:20:47: Ja?

00:20:47: Die haben dann gesammelt.

00:20:50: Dieses Jahr war es Der Rinn der Rapper, einer der erfolgreichsten Deutschen.

00:20:55: Und ja also es macht Spaß.

00:20:58: die Brillen werden bei uns abgegeben wir sammeln sie und dann wären die in der Zielregion ich kann zum Beispiel Eritrea beschreiben in eine Optikerwerkstatt geliefert.

00:21:09: da arbeiten Kriegsverserte und das sind.

00:21:11: Asmara ist die Hauptstadt von Eritrea.

00:21:14: Also werden die Brilln in die Optiker Werkstatt in Asmara geliefert und dort vermessen aufgearbeitet und ans Lager gelegt.

00:21:24: Und dann kommen aus dem ganzen Land Bestellungen rein, und dann wird geguckt was passt am ehesten?

00:21:30: Jetzt muss man sich vorstellen teilweise sind das Menschen die sind in fünfzig-sechzig Jahre alt hatten noch nie eine Brille in ihrem Leben und brauchen ne Brille mit.

00:21:38: ich sage jetzt mal minus neun Diobtrien.

00:21:40: Dann guckt man im Lager wenn der eine ist mit Minus acht fünf Die sehen das erste Mal wie schön die Welt ist ja wenn die die Brille auf haben.

00:21:47: also da geht es nicht drum diesen Anspruch zu erfüllen, den wir hier im Unternehmen haben.

00:21:52: Dass wir die hundert Prozent passende auf den Zehntel-Millimeter genau angepasste Brille zu liefern.

00:21:58: Sondern es geht darum... Wir wollen den Menschen Lebensqualität zurückgeben ja?

00:22:02: Das sind die wieder Teilhabe auch am Leben haben und verspüren.

00:22:05: Wir haben teilweise Menschen in diesen Regionen schon ins Berufsleben gebracht,... ...die arbeitsunfähig waren, in Sozialheimen gelebt haben.

00:22:14: Und die nicht arbeiten konnten weil sie nichts gesehen haben.

00:22:19: setzen die eine Brille auf, kann man sich hier im Land nicht vorstellen.

00:22:21: Aber da ist es so... Die setzen ne Brille aus und das ist das Manko was dann plötzlich nicht mehr existiert.

00:22:26: Dann können sie wieder ihren eigenen Lebensstandard finanzieren und arbeiten gehen

00:22:30: Und dann unterstützt ihr mit dem Unternehmen auch noch das Schwetzbänkle.

00:22:33: Was hat das damit auch sich?

00:22:35: Schwetzbänke ist, wir spannen also einen ganz schönen Bogen mit Aufwind für die kleinsten.

00:22:40: Dann das internationale Projekt Brillenspende hin zum Schwetz-Bänkle was wieder ein regionales Projekt ist aber vor allem für die ältere Generation.

00:22:48: und zwar machen wir da in Kooperation mit dem Kreis Seniorenrat.

00:22:54: Führen wir Bankspenden durch.

00:22:56: Das heißt, wir platzieren Sitzbänker an schönen Orten gegen die Vereinsamung v.a.

00:23:03: im Alter.

00:23:04: Das sollen Kommunikationsplätze sein für ältere Menschen.

00:23:08: Also man kann sich das gar nicht vorstellen, es gibt unheimlich viele Menschen im Alter die kaum noch Ansprache haben und da wollen wir einfach dem entgegenwirken in den Kommunikation Plätzen geschaffen werden wo klar ist Da ist ein Schild dran, Schwetzbänke.

00:23:23: Wer da drauf sitzt, dann kann ich mich dazu setzen derjenige freut sich mit dem kann nicht quatschen und wir haben eine gute Zeit zusammen.

00:23:30: also es tatsächlich einfach so.

00:23:32: ein Projekt gegen die Vereinsamung im Alter vor allem Und da sind wir halt seit Jahren schon dabei dass wir an schönen Orten Bänke platzieren.

00:23:42: Mein Job ist auch wieder dieses Netzwerkthema Kontakte zu verschiedenen Städten, zu den Bürgermeistern, Oberbürgermeisters herstellen oder die schon habt zum Teil.

00:23:51: Und nutze einfach um dann mit dem Kreisenjohrenrat zu vernetzen das nach Stellplätzen für diese Bänke gesucht wird weil es darf auch nicht der x-beliebige Platz sein da muss was geboten sein und vor allem auch am Abend und am Sonntag.

00:24:03: ja man will ja etwas sehen da setzen sich die Menschen hin können gucken und können schwätzen.

00:24:10: Und ja, ist auch ein schönes Projekt eben für die ältere Generation.

00:24:13: Wie oft kommen Leute zu euch in Laden um einfach Gefühl so ein bisschen zu schwätzen und schützen vielleicht irgendeinen Grund vor?

00:24:20: Aber du hast das Gefühl, naja, vielleicht tun sie gerade ein bisschen Anschluss oder irgendwie halt jemanden zum Schwetzen.

00:24:26: Es kommt schon vor dass mal jemand reinkommt und ich glaube, dass es sich einfach daraus ergibt, dass sich die Kunden wohlfühlen wenn sie reinkommen oder die Kundinnen und dann kommt jemand rein zur um die Brille richten zu lassen oder wie auch immer und dann ergibt sich ein Gespräch.

00:24:43: Und dann merkt man einfach, derjenige hat es jetzt nicht wirklich eilig zu gehen.

00:24:47: Der freut sich dass man mal fragt häufig kennen wir ja unsere Kunden schon seit Jahrzehnten, dann weiß man auch ... Ach jetzt haben wir kurz nach Ostern.

00:24:53: Da waren die doch wieder in ihrem Haus in Spanien und so.

00:24:56: Und dann redet man halt mal drüber wie war's denn da?

00:24:58: Ja, und hatten sie wieder eine gute Zeit!

00:25:00: Also es ist ja bei uns so, das ist vielleicht auch noch ein Unterschied zu den Ketten, zu den Filialisten.

00:25:05: Wir haben ja teilweise über Jahrzehnter aufgebaute Beziehungen zu unseren Kunden.

00:25:09: Weil die nicht so sprunghaft wechseln könnte ich mir vorstellen, wie es vielleicht bei den Filia-Listen auch ist.

00:25:15: Dann quatscht man halt aus den unterschiedlichsten Gründen.

00:25:18: Vielleicht weil jemand ... grad mal reden will und deshalb auch reinkommt, weil er weiß, er ist hier willkommen oder weil sich halt einfach ein Gespräch ergibt.

00:25:26: Ja!

00:25:27: Und das Gespräch ergibt sich ja natürlich, weil ihr auch eine extrem hohe Frequenz habt die hier am Laden vorbeikommt direkt an Bahnhof.

00:25:34: Wie ist dein Blick auf dieses Areal?

00:25:38: Bahnhof ist ja immer ein bisschen... Auch im Verruf oder zumindest mal kritisch betrachtet.

00:25:43: nimmst du das auch wahr.

00:25:45: Ich liebe Die Mühliostraße.

00:25:47: Und ich wollte für mein Unternehmen, für unser Unternehmen keinen anderen Standort.

00:25:52: Also wenn man so die Stadt beobachtet in Fußgängerzonen entwickelt sich es manchmal rückläufig.

00:25:58: hier an der Mühligostrasse bei unserem Laden laufen am Tag.

00:26:02: So um die vierzigtausend Menschen vorbei.

00:26:04: da ist richtig was geboten und äh...die Mühlingstrasse ist schon immer oder das Schillerviertel nennt man ja dieses Quartier her.

00:26:14: Das ist schon immer das quirlige Viertel der Stadt und ich wollte es nicht anders.

00:26:19: Ich bin hier glücklich, das Unternehmen ... wir sitzen seit achtzig Jahren hier.

00:26:23: wenn ich mit unserer Vermieterin spreche die sagt das war schon immer so da sind halt auch mal ein paar Leute unterwegs wo man sagt naja okay ja ist jetzt nicht so der Hit aber es gehört einfach dazu bei der Masse an Menschen die hier unterwegs ist das sind halt alle dabei Ja?

00:26:40: Und das gehört zur Mühliostraße.

00:26:42: Ich sehe hier nichts Negatives und was nach Geschäftsschluss passiert.

00:26:48: Nachts, ja es ist ein Bahnhofsviertel man ist in der Nähe des Bahnhofes aber das ist doch überall so.

00:26:54: also ich erkenne vor allem im Vergleich zu den dreiundzwanzig Jahren die ich schon hier bin keine Negativentwicklung.

00:27:02: Das war schon immer so wie's ist und wir fühlen uns hier wohl und sicher mit dem Unternehmen.

00:27:07: Jetzt geht es ja gerade mit Blick auf den Bahnhof darum, dass der gegebenenfalls umgestaltet wird.

00:27:12: groß in der Presse.

00:27:14: Ich meine dieser zweite Durchgang über den diskutieren wir schon lange.

00:27:17: Wer weiß ob der kommt?

00:27:18: Der ZUB soll irgendwann mal umgestaltet werden.

00:27:21: jetzt soll das ganze Bahnhofsgebäude auch noch umgestalten werden die nächsten Jahre.

00:27:26: Inwiefern verfolgst du das und siehst das positiv kritisch diese Baustelle die ganze Zeit zu haben oder dich darauf zu freuen was dann danach vielleicht passiert?

00:27:34: Also ich denke ZOB, da werden wir wahrscheinlich nicht so intensiv darüber reden müssen.

00:27:38: Weil das einfach nicht umsetzbar ist aktuell aufgrund der finanziellen Situation die wir in der Stadt im Land überall jetzt aktuell haben.

00:27:48: Die Umgestaltung vom Bahnhof Das machen ja dann die Inhaber des Bahnhofs.

00:27:52: Das ist eine andere Sache.

00:27:54: Das wird mit Sicherheit kommen und es finde ich gut.

00:27:56: also wenn man eine Immobilie hat muss man auch immer wieder mal investieren und der Bahnhof ist in die Jahre gekommen.

00:28:03: Auch da muss ich ganz ehrlich sagen, ich finde den von außen nicht so dramatisch wie er immer oder oft dargestellt wird.

00:28:09: Aber okay, so ein Facelift der kann nicht schaden und von daher finde ich das gut.

00:28:14: die Baustellen oben klar wenn sowas in der Presse kommt dann erkundigt man sich ja schon Wie wirkt es sich auf die Straße aus?

00:28:21: was ist dazu erwarten?

00:28:22: Und bei dem ZDB Umbau muss mal sagen war das für uns oder wäre das auch überschaubar?

00:28:28: ... sind verschiedene Bauabschnitte, einer der Bauabschnitt.

00:28:31: Ich glaube der zweite wäre dann hier bei uns oben am Ende Richtung Bahnhof hoch... ... aber trotzdem bleibt die Straße erreichbar ist halt so und hin und wieder muss was gemacht werden.

00:28:41: Und es wird ja auch immer mal wieder was gemacht?

00:28:43: Auch in der Möliostraße jetzt unten natürlich gerade im Schiller Areal.

00:28:47: wie blickst du insgesamt auf Lothixburg und die Entwicklung in den letzten knapp fünfzehnzig Jahren, die du jetzt hier in der Stadt bist?

00:28:53: Positiv!

00:28:54: Also ich muss sagen Die Stadt hat sich schon gemausert auch.

00:29:02: Wir haben, wenn man das mit anderen Städten vergleicht noch eine absolute lebendige Stadt.

00:29:07: Das gilt es natürlich zu erhalten.

00:29:09: also ich glaube der größte Fehler wäre, wenn wir sich darauf ausruht.

00:29:13: aber da muss ich sagen sind wir mit unserem OB Matthias Knecht richtig gut unterwegs Weil ich glaube, Ausruhn ist für ihn ein Fremdwort.

00:29:24: Wir haben auch immer wieder regelmäßig Kontakt und ich muss sagen Hut ab!

00:29:28: Was der alles rockt... Aber so einen brauchen wir jetzt halt in der Zeit ja?

00:29:33: Wir brauchen jetzt jemanden, der nicht sagt uns geht's doch gut.

00:29:36: Jetzt lassen wir es mal so laufen das wäre falsch.

00:29:39: Also ich finde die Entwicklung gut.

00:29:41: Wir sind eine lebhafte Stadt Und das gilt wie gerade eben schon erwähnt einfach zu erhalten Und ich glaube, wir sind da auf einem guten Weg.

00:29:52: Die Stadt hat natürlich auch nicht die Spielräume gerade diese gerne hätte.

00:29:57: Aber das ist so!

00:29:59: So geht es vielen Städten und im Rahmen dessen was möglich ist... ...ist die Stadtverwaltung schon wirklich richtig aktiv und guckt dass Ludwigsburg auch weiterhin eine attraktive Stadt bleibt.

00:30:12: Jetzt sind die Spielräume ja in den letzten zwei drei Jahren deutlich älter geworden.

00:30:16: Siehst du ne Entspannung der Lage wieder?

00:30:20: oder eigentlich ein Abwärtstrend, der nicht nur Ludhigsburg sondern generell die Kommunen in den Abgrund führt?

00:30:27: Also einen Trendwechsel oder so dass es jetzt besser wird sehe ich aktuell nicht.

00:30:34: Ich glaube einfach das man als Stadtverwaltung oder allgemein eben ja als Verwaltungen auch im Gemeinden und so heutzutage eher auf Sicht fahren muss Um zu gucken, wie entwickelt sich alles?

00:30:48: Man muss die Fühler und die Sensoren schon sehr gut platzieren.

00:30:52: Dass man nichts verpasst auch an möglicher Förderkulisse oder so, dass der Zug abgefahren ist, wenn man sich da einklinken will... Es ist eine schwierige Zeit im Land aktuell.

00:31:09: Mir fehlt schon so, aber ich bin jetzt auch nicht in der Politik zum Glück.

00:31:13: Mir fehlt ein bisschen die Fantasie auch wie weit sind die Möglichkeiten überhaupt, die die Politik hat oder eine Stadtverwaltung aktuell noch Dinge umzusetzen und zu gestalten oder mögliche Abwärtstrengs aufzuhalten, zu verlangsamen oder sogar umzukehren in die positive Richtung?

00:31:33: Aber das sind auch Lernprozesse, die halt auf allen Ebenen stattfinden.

00:31:36: Ja, es sind schon ein Stück weit unsichere Zeiten momentan würde ich sagen.

00:31:43: Weil einem so manchmal die Fantasie fehlt wie soll's denn besser werden?

00:31:48: Gerade auch hier Blick auf die Automobilindustrie in der Region.

00:31:54: Die können das Auto nicht neu erfinden.

00:31:56: Wie soll das wieder in Gang kommen?

00:31:58: alles Aber Das sind zum Glück andere, die sich darum kümmern müssen.

00:32:03: Ich muss gucken dass hier das Unternehmen läuft Dass wir den Anschluss nicht verlieren Und ich hab trotzdem das Vertrauen in die Verantwortlichen, dass sie sich was einfallen lassen.

00:32:14: Ist ganz wichtig!

00:32:16: Hast du vertrauen in dein Unternehmen und auch generell in die Branche?

00:32:20: oder habt ihr ähnlich große Umtriebe gerade anstehen?

00:32:24: Also... An der Augenoptik geht das alles nicht spurlos vorüber.

00:32:28: Wir erleben gerade in der Augenopptik, v.a.

00:32:31: im Süden Deutschlands eine Kaufzurückhaltung Bayern, Baden-Württemberg die sonst nicht da war.

00:32:36: Das hängt ganz klar mit den Themen in der Automobilindustrie zusammen.

00:32:41: aber wir haben trotz allem mit unserem Produkt ein tolles Produkt was halt ich nenn's immer Bedarfsprodukt ist.

00:32:53: wenn du ne Brille brauchst brauchst du eine.

00:32:56: also Egal wie schlecht die Rahmenbedingungen sind, egal wie hoch die Energiekosten sind.

00:33:02: Egal was außerhalb Deutschlands an uns angrenzt, was da in den Ländern los ist oder weltpolitisch los ist.

00:33:12: Wenn du nicht siehst brauchst du eine Brille und das ist denke ich so ein bisschen unser Gamechanger in der Augenoptik dass wir halt immer mal so phasenweise, so Schockstarren erleben.

00:33:24: Wenn irgendwas Neues in der Presse kommt gerade hier regional wenn es um Arbeitsplatzabbau ab um Arbeitsplatzreduzierungen geht oder so da merkt man schon ist ein paar Wochen geht das mal bergab aber danach geht's in der Regel auch wieder hoch weil du kannst halt die Brille nur bedingt schieben wenn du nicht siehst brauchst du irgendwann.

00:33:43: Von daher haben wir da in der Augenoptik zum Glück ein Produkt, was relativ krisensicher zu sein scheint.

00:33:49: Aber man muss sagen diese regionalen Krisen jetzt mit den Automobilherstellern oder auch den Zulieferern und der vielen Diskussion um den Arbeitsplatzabbau das geht auch nicht an unspurlos vorüber und wir müssen schon am Ball bleiben.

00:34:04: Ihr habt nächstes Jahr ein großes Jubiläum anstehen, Achtzig Jahre Brillen Moskva.

00:34:08: Habt ihr dafür irgendwas bestimmtes geplant?

00:34:12: Ja, wir werden natürlich... Also man wird über uns lesen und von uns hören.

00:34:17: Also hört man ja eh das ganze Jahr aber da noch mal im Speziellen.

00:34:21: Das Unternehmen wird achtzig Jahre alt.

00:34:23: beim seventy-fünfjährigen Unternehmensjubiläum hat mich eine Kundin gefragt die reinkam sie sind aber noch nicht von Anfang an dabei oder?

00:34:32: Da habe ich gesagt jetzt nehmen Sie mal Platz ich setze in Ihre neue Brille auf und dann gucken wir mal ob es besser wird.

00:34:39: Also, das so am Rand jetzt mal.

00:34:40: Aber nächstes Jahr werden wir achtzig Jahre alt sind seit achtzig Jahren hier am Standort und ich glaube es ist auch eine Seltenheit dass ein Unternehmen solange an einem Standort ist die ... Ich glaub hier in der Mühlestraße ist nur noch da Eisolivier, der so lange da oder seit sechzig-fünfundsechzig Jahren da ist.

00:34:57: Ja also klar!

00:34:57: Wir werden da schon trommeln ja?

00:34:59: Man wird uns hören, das ist was worauf wir stolz sind.

00:35:02: Es ist ein tolles Jubiläum und achtzig jahre ist schon ne Leistung

00:35:07: Absolut.

00:35:07: Ja,

00:35:08: aber ich muss sagen es ist für mich auch so.

00:35:10: jetzt bin ich seit dreiundzwanzig Jahren dabei oder seit drei und zwanzig Jahre ein Inhaber von dem Unternehmen.

00:35:15: Es gibt einem auch ein gutes Gefühl Und zwar gerade in solchen Zeiten Weil man immer wieder sagen kann was das unternehmen schon alles durch hat und erlebt hat und vor allem überstanden hat und in der Regel ja Immer soweit.

00:35:28: Ich weiß also in meiner zeit war so und vorher würde ich sagen war's auch so immer gestärkt da herausgegangen ist aus solchen schwierigen Zeiten.

00:35:38: Das trägt auch zum Optimismus bei, dass wir das auch in den nächsten Jahren gut hinkriegen?

00:35:45: Wir nähern uns schon dem Ende der heutigen Folge und sind ja gerade in eurem schönen Laden, den wir jetzt einfach über die Mittagspause zusperren konnten weil wir hier drin aufnehmen.

00:35:55: wie verbringst du denn normalerweise deine mittagspause

00:35:59: unterschiedlich?

00:36:00: also entweder Also mein Hauscafé ist der Trollsch gegenüber, da geh ich seit dreiundzwanzig Jahren gerne Mittagessen entweder alleine oder mit meiner Frau.

00:36:11: Oder ich mache hin und wieder auch Besprechungen mit unserer Geschäftsleitung mit der Tatjana, dass wir mittags einfach mal zusammen essen und über geschäftliche Themen quatschen... ...oder ich verbringe die Mittagspause einfach mal in der Natur, die auch immer gern auf die Bärenwiese zum Beispiel.

00:36:28: Da stehen auch unsere Schwetzbänke.

00:36:30: Na

00:36:31: ja!

00:36:32: Da guck ich bei denen mal vorbei und setz mich da ein bisschen ins Grüne.

00:36:36: Einfach rausgehen in der Stadt, ein bisschen rumschlendern... Kaffee trinken im Café und gucken.

00:36:44: Und wo trägt es dich am ehesten hin?

00:36:46: Was ist dein Lieblingsort in Ludwigsburg?

00:36:49: Tatsächlich das blühende Barock.

00:36:51: Also ich mag das unheimlich.

00:36:52: Wir waren da schon früher immer mit unserer Tochter als die Klein war Im Märchengarten oder auf dem Marktplatz.

00:37:02: Oder ganz einfach zum Alessandro, auf einem guten Kaffee in die Körnerstraße.

00:37:09: Grüße gehen raus!

00:37:10: Da waren wir ja auch schon mal.

00:37:11: für eine Folge.

00:37:13: und als letzte Frage noch – welchen Satz hörst du am häufigsten in deinem Job?

00:37:21: Ich sehe nichts mehr...

00:37:23: Dann wollen wir doch hoffen, dass sich das als bald ändert.

00:37:28: Falls jemand dieses Problem plagt.

00:37:31: Und es geht

00:37:31: weiter können Sie mir helfen?

00:37:34: Ja und da sind wir natürlich dann gerne dabei!

00:37:37: Dann sage ich ganz herzlichen Dank für diese Einblicke und Ausblicke... ...und die heutige Folge.

00:37:43: vielen dank Markus Stamberger.

00:37:45: Ich danke dir fürs Gespräch hat Spaß gemacht.

00:37:47: Danke auch um.

00:37:48: wir hören uns bei der nächsten Folge von L-Business Ludwigsburger Wirtschaft im Fokus.

00:37:54: Der Podcast der Wirtschaftsförderung der Stadt Ludwiksburg präsentiert von der SWLB und produziert von Heißkor Digital, der digitale Agentur des Medienhauses Ungeheuer & Ulmer.

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