Vom Beat ins Business - Jens Kenserski im Gespräch
Shownotes
Unser LBusiness-Podcast-Moderator Johannes Elster spricht mit Jens Kenserski, Inhaber der Kommunikationsagentur Pulsmacher. Offen und nahbar erzählt Jens von seinem Weg, vom Hip-Hoper zum Agenturchef, und warum er bewusst mit Menschen arbeitet, die ihn herausfordern und oft besser sind als er selbst. Bei Pulsmacher geht es nicht nur um Arbeit, sondern um echte Begegnungen, Vertrauen und ein Miteinander, das man spürt. Nachhaltigkeit ist für Jens keine Pflicht, sondern Überzeugung. KI bleibt ein Werkzeug – die eigentliche Magie entsteht zwischen Menschen. Sein klares Fazit: Nicht Methoden oder Prozesse machen den Unterschied, sondern die Menschen dahinter.
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00:00:04: Es geht um Kommunikation, es geht um Begegnung.
00:00:06: Begegenung ist Social Media, Begegnung ist Aufmessen und Begegendung ist im Büro.
00:00:09: Wer schon mal länger wie zwei Minuten in der Bubble war, der ist erstickt!
00:00:12: Also auch da ist eine blöde Idee oder aus dem Kopf, wir müssen mal was machen, entsteht ein Business Case – das war so oft bei uns zu fallen.
00:00:18: Machen, machen, machen!
00:00:19: Puls-Macher, machen.
00:00:20: Mache, mach'n, mach'.
00:00:21: Und nicht irgendwie jammern und nicht irgendwie nicht tun weil wenn's Scheiße läuft dann musst du halt am hochkrampeln und weitermachen, hilft ja nichts.
00:00:32: Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge von L-Business.
00:00:35: Mein Name ist Johannes Elster, ich melde mich heute aus der Weststadt – was mir immer sehr sympathisch ist, weil dann kann ich hinlaufen in die Kamerastraße dieses Mal zur Kommunikationsagentur Pulsmacher und mir gegenüber sitzt der Geschäftsführer und einer der Gründer Jens Kentserski.
00:00:51: Hallo jetzt.
00:00:51: Hallo,
00:00:51: grüß dich!
00:00:52: Schön, dass du da bist.
00:00:53: Vielen Dank, dass wir hier sein dürfen und dir die Zeit nimmst in eurem schönen Büro von dem ich nicht so ganz genau weiß.
00:00:59: ist es Büro, ist es Atelier?
00:01:02: Ist es Creative Space?
00:01:04: wie seht ihr das?
00:01:06: Letztendlich sehen wir's als Begegnungsfläche.
00:01:08: Also dieses Büro sollen sich Menschen begegnen.
00:01:10: In erster Linie zu ninety fünf Prozent sind sie Kolleginnen von mir, die sich begegnern oft auch Kundinnen.
00:01:16: aber wir haben auch viele Veranstaltungen.
00:01:17: also wenn bestimmt zehn Veranstaltungen im Jahr, vermieten das Büro auch manchmal.
00:01:22: Ein paar Wochen ist ja mal ein kleiner Geburtstag und so weiter aber meistens halt für Ausstellungen, für Talks.
00:01:28: wir haben dieses Neostudio neben dran.
00:01:31: Wir haben hier wie gesagt Talkrunden usw.
00:01:33: einfach weil wir glauben dass man sich begegnen muss und wir glauben nur in der Begegnung was auch passiert und nicht in dem Silo denken.
00:01:40: Das ist ja prinzipiell auch das, was ihr macht unüberruflich.
00:01:43: Begegnungen schaffen... Ihr habt angefangen in dem Jahr neunundneunzig schon als reine Event-Agentur mittlerweile eben eigentlich eine Kommunikationsagentur mit auch Events aber noch sehr viel mehr.
00:01:54: Was hängt da alles dran?
00:01:56: Auch da wiederum.
00:01:56: Es geht um Kommunikation, es geht um Begegnungen und die Begegenung findet heute natürlich anders statt wie neunneunzig so.
00:02:01: Heute passiert ganz viel Begegung online wobei wir den Trend merken dass man von Online wieder zurück in die analoge Welt geht.
00:02:07: das heißt wir versuchen da auch Brücken zu schaffen.
00:02:09: also Begegend ist Social Media, Begegingen ist aufmessen.
00:02:12: Begegent ist aber auch auf ganz klassischen strategischen Maßnahmen wie Kampagnen, Geschichten, Begehenden sind Büro.
00:02:17: Also wir bauen auch Büros im Thema New York Future Work um oder bauen sie komplett neu weil auch das eine Begeginungsstätte, eine Kommunikationsstätte als Alles rund um Kommunikation.
00:02:26: Ich sag immer, Pulsmacher ist eigentlich keine Firma, keine Agentur.
00:02:30: Das ist irgendwie ein Projekt.
00:02:31: und was das Projekt in zwei Jahren macht, keine Ahnung.
00:02:34: vielleicht entwickeln wir Games oder machen wir Kinofilme?
00:02:36: Vielleicht machen wir das Straßenbild anders... ich weiß es nicht!
00:02:39: Aber es ist so ein Projekt.
00:02:41: wo begegnet sich Menschen?
00:02:45: weil auch da?
00:02:45: wir haben den letzten Jahren, glaub ich wirklich verlernt miteinander zu kommunizieren.
00:02:48: Wir haben so Silos aufgebaut die sogenannten Bubbles aufgebaut.
00:02:52: also ganz furchtbar wäre schon mal länger wie zwei Minuten in der Bubble war.
00:02:55: er ist erstickt.
00:02:55: also von daher müssen wir aus Bubbles raus.
00:02:57: es geht gar nicht anders.
00:02:58: allein dieses Bubble denken finde ich ganz furschbar und erwischt mich.
00:03:01: aber dasselbe natürlich auch im meinem Kontext in meinem Social Media Umfeld das ich auch in einer gewissen Bubble bin versuch da immer irgendwie herauszustechen und das ist manchmal schwierig.
00:03:10: aber glaube wir müssen's tun Sonst kommen wir nicht weiter als Gesellschaft.
00:03:12: Ja,
00:03:13: aber wie schaffst du das?
00:03:14: Also in deinem Job muss man ja die ganze Zeit up to date bleiben.
00:03:18: Du musst wissen was passiert, was sind die Bubbles, was ist die Themen, wo sind die Menschen, womit umgeben sie sich... Ich stelle mir das ultra anstrengend vor.
00:03:26: also würde ich die ganzezeit so am Zahn der Zeit zu bleiben und dann aber eigentlich sogar noch einen Schritt weiter vorzudenken und zu antizipieren.
00:03:34: wovon haben die Leute denn jetzt eigentlich fast schon wieder genug und was bieten wir stattdessen an?
00:03:39: Es ist glaube ich echt auf eine Art Typsache, also ich war immer schon ultra neugierig.
00:03:44: Also ich war ja immer schon so... Ich wollte wissen, ich wollte lernen und ich glaub auch man sagt das schönes ganze Leben ist ein Lernzyklus und daran glaube ich auch.
00:03:51: Ich will immer Neues lernen, ich will Neues erleben Und ich finde es total langweilig, immer das Gleiche zu machen.
00:03:56: Ich find's total langwaillig, die gleiche Musik zu hören und die gleichen Filme anzuschauen und die gleichen Serien.
00:04:01: Ich will einfach immer ein neues erleben... ...und ist auch der Grund warum mich die Firma damals mit Jochen Schroder gemeinsam gegründet hat.
00:04:07: Nicht weil ich irgendwie reich werden wollte, weil ich eine Firma haben wollte, sondern ich wollte in einem Umfeld arbeiten, damit man Spaß macht und wo ich was dazu
00:04:13: lerne.".
00:04:15: Und das habe ich mir Gott sei Dank irgendwie letzten Jahre behalten und diese Neugier zwingt mich ja dazu, Dinge anzugucken.
00:04:21: Jetzt hab' ich auch zwei Kinder mit vierzehntundsebzehn die mir auch plötzlich mal Sachen zeigen, die ich noch gar nicht kannte... ...und dann zeigen sie mir das und sag' ich, wo ist übrigens dieses Sample von David Bowie?
00:04:29: Ich hoffe wir schauen uns mal David Bowien an!
00:04:30: Also wir kriegen es ganz gut miteinander hinter, auch neues mit Alpen zu kombinieren.. ..und ich glaube am Anfang so in meiner Karriere war's eher vielleicht dieses... Punkrock, Mittelfinger-Attitüte.
00:04:40: Ich will jetzt was anderes machen unbedingt so.
00:04:42: ich muss Konvention brechen.
00:04:45: Heute ist es vielleicht diese Neugiergepart mit einer gewissen Lebens- und Berufserfahrung die trotzdem neues will.
00:04:50: Und ich finde auch dass wir momentan in der Kultur und der Kunst viel zu oft stehen bleiben viel zu often nur Dinge remixen.
00:04:58: Da wird's mal wieder Zeit ein bisschen auch da ein bisschen Rock'n Roll zu machen ein bisschen Hip Hop zu machen wie auch immer.
00:05:02: aber rauszubrechen und auch neues wiederzuprobieren
00:05:06: bisschen Rock'n Roll und Hip-Hop zu machen, das war ursprünglich auch die Intention warum ihr das alles gegründet habt.
00:05:11: Du warst zweiundzwanzig als ihr den Schritt gegangen seid.
00:05:15: wie kommt man in dem Alter auf die Idee zu sagen ich habe jetzt hier einen festen Job Ich bin gelernter Industriekaufmann aber scheiß drauf ich mache jetzt einfach alles neu und mich selbstständig.
00:05:27: Es klingt irgendwie immer so, du gehst aus Sicherheit raus und machst irgendwas Neues.
00:05:32: Aber mit zweiundzwanzig brauchst du ja keine Sicherheit da hast du ja nicht keine Bepflichtungen.
00:05:36: ich hatte eine Wohnung in Ludwigsburg die hat dreihundertfünfzig Mark gekostet.
00:05:40: in der Hindenburgstraße hab nebenher viel aufgelegt eh schon und habe überall gearbeitet, also ich hatte keine großen Probleme in dem Sinne.
00:05:47: Und die einzige Sicherheit oder das einzige Problem ist dabei, wir brauchten irgendwie fünfzigtausend Mark Kredit um unsere GmbH Anteile oder die GmbHA-Inlagen zu machen.
00:05:56: Das war das einzige Risiko.
00:05:57: meine Freunde haben sich einen Dreier BMW gekauft damals.
00:06:01: Woher kam das?
00:06:01: Also ich habe, wie du gerade gesagt hast beim Siemens Industriekaufmann gelernt.
00:06:05: Hab dann dort gearbeitet war im Außendienst hab Telefonanlagen und Kabelnetze verklopft.
00:06:09: Ich hab den Job geliebt.
00:06:10: Der Job an sich war wirklich spannend.
00:06:12: Habe aber neben her schon relativ früh in diesem Stück gerade Hip-Hop-Kochose-Ding mitgemischt.
00:06:16: Hab so die ersten Jams mitveranstaltet.
00:06:19: Hip Hop Konzerte hat fürs Jugendhaus Convestime lange Zeit ernanntlich gearbeitet und hab da Festivals gemacht.
00:06:24: Hab ein Bandmanagement gemacht war selber mal eine kurze Zeit Rapper, aber einfach nie gut genug dafür um es irgendwie zu schaffen.
00:06:31: Und hab gemerkt okay das ist ... selber Künstler sein kannst du nicht so richtig?
00:06:35: Da fehlt ja das Talent oder da bist du oder wie auch immer.
00:06:37: Aber du kannst Künstlern ganz gut produzieren und die dazu bringen rechtzeitig auf der Bühne zu stehen.
00:06:42: Du kannst den Werbung ganz gut machen, du kannst ganz gut Sponsoren rankriegen.
00:06:46: also bin ich eher aufs produzierende Ding rüber Und das konnte ich natürlich bei Siemens nicht ausleben.
00:06:51: Also dieses Febel für Marketing, das febel für Werbung und Veranstaltung für Großartigumente ... ... konnte ich nicht ausleben.
00:06:58: Dann hab ich irgendwann Jochen Schroder kennengelernt.
00:07:00: Wir haben uns gegenseitig unsere Bands zugebucht, er hat damals hyperaktiv gemanagt ... Ich Pansy so eine Ludigsburger Kultband sag' ich mal.
00:07:08: und dann hat meine Band auf seinem Festival spielen dürfen und seine Band auf meinem Festival.
00:07:12: und dann haben wir gesagt lass uns doch mal machen.
00:07:15: Und Jochen meinte nee du hast einen Job, wir gehen nicht zusammen weil du hast deinen festen Job.
00:07:19: und irgendwann kam nichts.
00:07:19: Jochen habe gesagt du ich hab grad gekündigt.
00:07:21: also von daher Lass uns das dann machen, aber ich bin jetzt eh frei.
00:07:25: von daher ab in drei Monaten bin ich arbeitslos.
00:07:28: also von daher lass uns tun.
00:07:30: Und die Kündigung war notwendig und es war auch so eine Befreiung für mich.
00:07:34: Also nichts gegen Sie, nichts gegen den Job.
00:07:35: Aber ich wollte so... Ich wollte bewegen, ich wollte gestalten können.
00:07:39: Ja!
00:07:40: Und war's da plötzlich auch dein eigener Chef?
00:07:43: Was ist das?
00:07:44: Also was ist das für ein Unterschied vom Gefühl her?
00:07:47: ... in der Feststellung und eben selbstständig zu sein.
00:07:50: Erstmal ein Arschvoll Arbeit, also ich glaube wir haben die ersten Jahre... Die ersten fünf, sechs Jahre sieben Tage die Woche zwölf Stunden am Tag gearbeitet ohne Großurlaub.
00:07:58: Man stellt sich das immer so einfach vor beim wirklich durchgerockt bis zum geht nicht mehr.
00:08:02: Das war teilweise richtig hart aber es kann es halt in einer Jugend machen.
00:08:06: irgendwie, dass funktioniert.
00:08:09: Chefsein habe ich nie gefühlt.
00:08:11: Also ich bin auch.
00:08:13: heute hab' ich nicht das Gefühl Chef zu sein, klar du musst Entscheidungen treffen.
00:08:17: Aber für mich bedeutet Führung Menschen um mich rumzuschaffen die ist besser können wie ich.
00:08:21: Was sonst würde ich da selber machen?
00:08:22: Sondern ich brauche Leute die einfach besser sind in dem was sie tun wie ich's sein kann.
00:08:24: und da gibt es glaube ich zwei Millionen Dinge die andere Menschen besser können als ich... Und dann bin ich froh dass ich Leute um mich herum habe und da geht´s mir drum die richtigen Leute auszusuchen mit denen zu arbeiten, mich auch von denen inspirieren zu lassen von denen zu lernen und am eigener Chef zu seien.
00:08:39: Ich muss dazusagen, wir hatten die ersten Jahrzehnte wirklich Glück.
00:08:42: Also alles gut funktioniert.
00:08:43: Wir waren fleißig.
00:08:44: Wir hatten nie irgendwelche finanziellen Probleme, haben alles gemeinsame wirtschaftet und auch nie Banken gebraucht Gott sei Dank.
00:08:51: Klar es gab mal die erste Wirtschaftskrise, die war hart.
00:08:54: der Elf des September war erst einmal hart aber wir haben keine großen Einsprüche gehabt so was das Leben betrifft.
00:08:59: das Gehalt betriffe seine Wolken.
00:09:00: halt uns ernähren davon so bis Corona war das auch.
00:09:04: alles War okay, lief gut.
00:09:06: Wir haben gut gewirtschaftet, wir sind schwaben, wir haben nie Geld ausgegeben das wir nicht haben und haben immer versucht das Geld da zurück zu investieren wo wir es nötig haben nämlich zum Beispiel hier im Büro.
00:09:14: dass wir uns wohl fühlen die Kolleginnen sich wohl fühlten dass wir eine tolle Umgebung haben so was.
00:09:21: Du hast gerade die Führungskultur angesprochen und du dich auch nicht so fühlst als müsstest du top down irgendwas durchdrücken.
00:09:30: wie lebt ihr hier mit den rund zwanzig Mitarbeitenden?
00:09:34: Führung oder generell das Miteinander?
00:09:38: sehr eng miteinander.
00:09:39: Also wir machen ganz klassische Wochenmeetings, Start-Meetings wo wir uns gegenseitig abholen und wir machen dann in den einzelnen Units.
00:09:45: also wir haben KommunikationsdesignerInnen Wir haben ArchitektInnen, wir haben ProjektleiterInnen Und dann treffen wir uns in eigenen Units, tauschen uns aus was sind die Probleme?
00:09:54: Was sind die Themen?
00:09:55: Und dann ist es im Arbeiten relativ strikprojektbezogen.
00:09:58: Also beim Projektgruppen und die arbeiten dann ihren Projekt und versuchen das so erfolgreich als irgendwie möglich zu machen.
00:10:04: Gleichzeitig haben wir eine Unternehmenskultur.
00:10:06: wir haben hier einen eigenen Koch der jeden Tag für uns kocht, nachhaltig, vegetarisch, regional und so.
00:10:11: Dass wir auch was Gutes zu essen bekommen.
00:10:13: In dieser Stunde dürfen wir zum Beispiel nicht über Projekte reden.
00:10:16: Dafür reden wir dann über Bachelor.
00:10:18: Also da passieren solche Diskussionen.
00:10:20: Wir gehen oft gemeinsam weg.
00:10:23: Wir haben unser eigenes Puls weekend wo wir einmal im Jahr strategisch berichten.
00:10:27: also wir versuchen schon sehr, sehr transparent zu sein.
00:10:29: ich glaube das ist super wichtig Entscheidungen auch zu begründen.
00:10:33: die kann nicht immer jeder verstehen.
00:10:35: klar man braucht ein bisschen Unternehmen für manche Entscheidungen sind einfach auch nicht geil.
00:10:41: Aber wir versuchen schon das Miteinander hochzuleben.
00:10:44: Wie kam es dazu, dass ihr einen eigenen Koch habt?
00:10:47: Ach, das ist ... Wir hatten irgendwann mal gemerkt, dass wir waren beim Urban Harbor draußen.
00:10:52: Das damals noch nicht so hieß bei Max Meyer.
00:10:54: Liebe Grüße und der hat uns tolles Büro hingestellt.
00:10:57: Es war fantastisch für die Entwicklung auch, weil wir kamen aus dem Firma Medienzentrum raus.
00:11:02: Auch da vielen Dank an die Stadt, die uns da damals die Möglichkeit gegeben hat wirklich zu gründen in total historischen tollen Räumlichkeiten.
00:11:08: Und dort auch von zwei Mann auf, ich glaub dann zwölf Mann zu wachsen oder Mann und Frau zu wachsen.
00:11:13: Tolle Umgebung.
00:11:14: und dann durften wir zum Max Meyer raus.
00:11:16: Und da bist du dann da am Hoxen Kaufland drin.
00:11:19: Was hast du um dich rum?
00:11:20: Burger King und Kaufland.
00:11:21: Da hast du halt beim Kaufland deine Kinabox oder deinen Döner geholt, ... ... und hast dich jeden Tag scheiße ernährt so irgendwie.
00:11:28: Dann haben wir auch gemerkt, das funktioniert nicht an einem selber.
00:11:30: Man merkt ja auch, wie man so langsam vielleicht doch deformiert wird wenn es lang zu viel Scheiße ist und haben dann gesagt okay wir wollen dass die Menschen sich gut ernähren.
00:11:40: im Rahmen auch so einer Nachhaltigkeitsgeschichte, die wir gemacht haben und haben eine Ernährung Experten gehabt.
00:11:44: Die war dann ein Jahr lang da hat erklärt was bedeutet Ernährungen?
00:11:47: Was ist wichtig für den Ernährungs- und dann gab's Kochkurse, die Wir gemacht haben.
00:11:51: Und dann haben wir uns, glaub ich, sechs oder acht Wochen lang danach gut ernährt.
00:11:56: Haben gemeinsam eingekauft und gemeinsam gekocht, haben drauf geachtet ... Dann hab' ich halt keine Zeit gehabt, bin wieder rüber, hab' mir die Kina-Box geholt, die Moodlebox geholt , den Döner geholt und ... Dann haben wir gemerkt diese Beschaffungskriminalität ist halt schon aufwendig
00:12:10: usw.,
00:12:11: und dann kam die Idee, lass doch ihn koch holen!
00:12:14: Und seitdem geht es einfach besser, der kocht gut ausgewogen.
00:12:17: Der guckt das alles, dass sich alle wohlfühlen, man kann sich was wünschen und ist wirklich so ein Weg kommen also das wirklich weg vom Büro nicht am Arbeitsplatz sind einfach rauslaufen kurz in unser Studio rüber da haben wir eine kleine Kantine und dann wird gemeinsam gegessen einfach großartig.
00:12:31: Absolut viele unsere Kundinnen kommen auch so im Mittagssyber sagen hey gibt's was zu essen Ist immer toll.
00:12:37: Also das ist ja für einen Betrieb dieser Größe völlig unüblich, da eben eine eigene Person einzustellen die nur für eben zwanzig-zwanzig Personen kommt.
00:12:46: Das
00:12:46: ist ja pure Egoismus.
00:12:47: ich möchte auch gut essen.
00:12:49: Ja perfekt!
00:12:50: Pragmatisch und du hast die Nachhaltigkeit gerade angesprochen darüber schleubert man immer wieder wenn man nach Pulsmacher mal googelt und guckt was macht ihr denn so?
00:12:59: Warum ist euch das so wichtig und wo soll es damit noch hingehen?
00:13:03: Naja erst mal in die Zukunft.
00:13:04: Also wenn wir nicht ganz schnell umdenken und Dinge komplett strikt ändern, haben wir keine große Zukunft mehr.
00:13:10: Ich habe selber wie gesagt zwei Kinder.
00:13:12: Ich möchte, dass meine Kinder und meine Enkel so weit ich es miterleben einfach nur eine okaye Zukunft bekommen.
00:13:17: Und wir machen ja gerade den Planeten kaputt.
00:13:18: Das weiß jeder.
00:13:20: aber man spricht nicht mehr drüber ist auch grad nicht mehr unwog.
00:13:22: das Thema Nachhaltigkeit.
00:13:25: Wie kam es dazu?
00:13:26: also ich hab irgendwann mal meinen sonntes auf die welt gekommen und irgendwann habe ich gemerkt das was wir als polzmacher machen ist komplett schlecht für die umwelt bauen irgendwelche messe stände auf schmeißen zu weg produzieren katalogisch meistens weg.
00:13:39: Also man ganz viel für die wegwerft gesellschaft bau einen catering auf für drei tausend menschen.
00:13:44: da ist dann, Kiloweise Fleisch, dann schmeißt man auch ein Drittel weg.
00:13:47: Weiß nicht wie aufgebraucht worden ist.
00:13:49: also wenn wir quälen wir Tiere töten sie und schmeißen sie nachher nur weg.
00:13:52: Also so in der Ecke haben wir angefangen zu denken und dann haben wir gedacht okay wie kriegt mir das irgendwie hin?
00:13:58: Ja, wir kriegen's.
00:13:59: Wir können es nicht ganz wegmachen aber bekommt besser hin und bekommt vielleicht auch so hin dass wir Multiplikator werden das mit unseren tollen Kundinnen die wir haben Partnerin mit dem wir arbeiten dass die quasi unsere Botschaft mit multiplizieren und dann auch Dinge vielleicht in Zukunft auch ein Stück weit besser machen und haben dann glaube ich zwölf oder treizehn Jahre her Alles bei uns angeschaut und jeden Stein umgedreht.
00:14:19: Das plakativste Beispiel ist, da gibt ich bin M-Klasse gefahren.
00:14:21: Das war mein Traum als Jugendlicher.
00:14:23: Ich komme so aus der Bolzstraße Comestheim.
00:14:25: Da wollte ich irgendwann mal in Deinloh fahren.
00:14:28: Und dann habe ich mir geleistet und ich war das stolzeste M-Class-Fahrer der Welt!
00:14:32: Und dann wurde mir klar größtes Schwachsinn, hab den quasi zurückgegeben und bin als Smartphone-Tour Elektro gefahren.
00:14:37: Sondern die ersten, die rausgekommen sind ohne dass es eine Infrastruktur gab und das Auto hat irgendwie sechzig Kilometer Reichweite gehabt also alle Paintpoints mitgenommen um's wirklich auch zu erlernen und zu erleben.
00:14:47: und das ist was ganz Plakatives Büroorganisationen umgestellt.
00:14:52: wir haben dann versucht nur noch mit nachhaltigen Materialien zu arbeiten.
00:14:56: putzmittel betrifft.
00:14:57: Wir haben bei Kunden gesagt hey lass uns doch eure Veranstaltung vegetarisch machen Super, also wir brauchen gar nicht groß zu berühren und es gibt nur Vegetarys oder veganes Essen.
00:15:05: Und an einem Abend merkt das der Gast vielleicht gar nicht.
00:15:07: im Gegenteil er nimmt was mit und denkt hey das ist eigentlich ganz geil kann ich auch mal kochen.
00:15:10: und so sind wir nach und nach von innen nach außen gegangen und wollen immer noch Deutschlands nachhaltigste Agentur werden und es geht auch.
00:15:17: wir arbeiten da hart dran während Corona.
00:15:20: es wird schwierig geworden muss man sagen da hatten andere Probleme.
00:15:22: aber jetzt so läuft ganz gut und es ist natürlich auch eine Botschaft die extrem wichtig ist und da geht man auch nicht auf.
00:15:29: dann machen wir weiter
00:15:30: Und diese Botschaft kriegt man ja am besten an die Menschen, in denen man das macht.
00:15:36: Freien nach dem Motor Show Don't Tell.
00:15:38: Absolut!
00:15:38: Brauche ich dir als alten Kommunikator nichts zu erzählen?
00:15:41: Ja.
00:15:42: Wann hast du für dich bemerkt dass Kommunikation der Schlüssel ist, die Menschen zu erreichen?
00:15:48: und was ist Kommunikations für dich außer dem wahrscheinlich auch?
00:15:53: Die Frage hat mir noch nie jemand gestellt.
00:15:56: Echt spannende Frage.
00:15:57: Ich glaube... Ich glaube, es liegt echt ein Stück weit in meiner Kindheit zurück.
00:16:03: Wenn ich wirklich tief darüber nachdenke... ...ich bin wie gesagt an der Bolzstraße Kommestheim groß geworden.
00:16:08: Es ist so ein Melting-Pod gewesen von ganz vielen Gastarbeiter, Kindern und Gastarbeiterfamilien weil das eine Bahnarea ist, mein Vater war bei der Bahn Und da war natürlich Kommunikation und Schlüssel.
00:16:19: Da ist ganz viele unterschiedliche Kulturen gehabt, also ich bin nur mit meinen türkischen, italienischen, kroatischen Serbischen, griechischen Brüdern aufgewachsen.
00:16:29: Da kommst du nach Hause und hast eine ganz andere Art der Kommunikation.
00:16:32: Du bist dann bei diesen Arabischstämmigen zu Hause, wo es total laut und exklusiv vorgeht.
00:16:38: Dann die italienische Mama redet ganz anders.
00:16:40: Und dann kommst Du zur griechischen Familie, die noch mal ganz anders ist.
00:16:43: Ich glaub da hab ich ein bisschen das erste Mal gemerkt dass es ganz unterschiedliche Arten von Kommunikations gibt und dass es auch ganz Unterschiede Disziplinen gibt also wie meine Körperhaltung, wie laut oder leise rede ich, wie gestikuliere ich?
00:16:55: Wie schnell, wie langsam... Wie warte ich ab?
00:16:58: Wie falle ich jemand ins Wort und so weiter.
00:17:00: Da hab' ich schon von Kind auf viel in der Kommunikation kennengelernt, auch in einer Grundschule, wo viele meiner Freunde gar nicht Deutsch sprechen konnten, weil sie erst in der zweiten Klasse gekommen sind.
00:17:09: Und dann hat man sich gegenseitig geholfen... Ich glaub', da hat's angefangen, dass ich mir mehr Gedanken über Kommunikations gemacht habe.
00:17:15: Dann durfte ich schon in der dritten Klasse das Schulfest moderieren, weil ich halt einfach quatschen wollte oder ein Stück weit einen Mittelpunkt stehen wollte.
00:17:23: Und dann später hab ich witzigerweise, das hat mir mein Vater zum dreißigsten Geburtstag geschenkt.
00:17:28: Ich habe früher Werbung gesammelt!
00:17:30: Ich hab wirklich Werbung aus den Zeitschriften rausgeschnitten und die katalogisiert in Zigarettenwerbungen, lieber früher die geilste Werbung.
00:17:36: Und dann Auto-Werbung hat sie wirklich gesammelt ... Dann habe ich gesehen so wie im Laufe der Jahre.
00:17:40: Lackey Strike war damals zum Beispiel ziemlich cool was Werbung betrifft.
00:17:43: Hab's gesammel als zwölf dreizehnjähriger, warum auch immer?
00:17:46: Gab
00:17:46: es einen initialen Moment oder einfach so?
00:17:48: Kannst du nicht sagen...
00:17:49: Also sammle Leidenschaften sind ja schon völlig skurril und man weiß nicht ... Ich
00:17:52: kanns dir nicht sagen ob ich wirklich in diesen Leidsortnern eine Zigarettingwerbung in Glassies-Folding gesammlet irgendwie ... Keine Ahnung.
00:17:59: Und dann kommt halt viel bei mir, ich war schon immer sehr musikabhängig.
00:18:02: also seit ich klein bin habe ich versucht Musik zu machen, Musik gehört.
00:18:06: Ich lege aufseitig irgendwie sechzehn oder siebzehn bin und liebe die Musik und der Musik ist nicht auch ganz unterschiedliche Kommunikationsgeschichten ... kam irgendwann mal der Hip-Hop.
00:18:14: Und dann kam der Hip Hop, das war so die erste Musikkultur... ...die ich auch machen konnte, weil ich konnte kein Instrumentspiel, nicht.
00:18:19: meine Eltern konnten mir keinen Geigenunterricht oder Klavierunterricht bezahlen.
00:18:22: Also war dann das erste Mal Hip Hop kannst du selber machen und Hip Hop ist so eine Straßendingen und übersetzt in Deutschland bedeutet es wir alle können.
00:18:29: Wir können ein bisschen tanzen, wir können Hip Hop machen.. ..und das natürlich auch komplett Sprache und Kommunikation und vielleicht kommt's daher so'n bisschen kann sein.
00:18:35: Aber hattest
00:18:36: du dann das Gefühl, weil Hip-Hop ist ja vorwiegend real?
00:18:40: Und wenn du Events machst und natürlich auch musikalische Events, dann bist du auch real.
00:18:45: Wenn du dann noch in der Agentur hast die Künstler in Tremotet genauso... ...und dann gehst du in den Sellout Werbung.
00:18:53: Hattest Du das Gefühl oder hat dir das jemand von dem alten Weggefährtin auch mal angetragen und gesagt, ah ja komm!
00:19:01: Also Sellout ist, finde ich super wenn man Dinge ausverkauft und dann sind sie erfolgreich.
00:19:08: Nee, Quatsch.
00:19:09: also wir kommen immer von der Marke her.
00:19:12: Wenn wir ein Event machen, wenn wir eine Kommunikationsstrategie machen, dann kommen wir von der marke her!
00:19:16: Ich glaube fest daran dass die Marke nur dann... ... gutes Marketing macht, wenn sie authentisch ist.
00:19:22: Also ich halte zum Beispiel nichts von Werbung.
00:19:23: Ich glaube ein Produkt anzupreisen, das nicht authentisch... ... und nicht das widerspiegelt was es letztendlich ist, ist komplett falsch.
00:19:31: Sondern du musst den Produkten der Authentizität geben... ...und dann versuchen ob's den richtigen Markt dazu gibt,... ...und die richtige Marktansprache zu haben.
00:19:38: Und es gibt natürlich Produkte für die würden wir nix tun.
00:19:42: Es gibt auch Bereiche für die würde man nix arbeiten.
00:19:46: Aber Sell-out in dem Sinne dass es negativ ist.... Fühle ich nicht.
00:19:51: Wie funktioniert das, wenn jemand zu euch kommt und du sagst wir gehen immer von der Marke aus?
00:19:55: Manchmal muss man die ja erst mal überhaupt kreieren oder sich ausdenken.
00:20:00: also wer sind eure Kunden und was ist so da?
00:20:03: der normale Prozess quasi den sie oder den ihr mit ihnen gemeinsam durchlauft.
00:20:07: Das kommt immer auf die Aufgabe an.
00:20:09: Wir gucken immer was es eigentlich der Grund.
00:20:11: was ist der Grund des Auftrags?
00:20:13: Was ist der grund warum du jetzt Geld ausgeben möchtest?
00:20:16: Malfall wollen für mehr Geld sparen und wollen Geld verdienen, aber Geld ausgeben ist erstmal so.
00:20:20: Dann haben sie den Grund.
00:20:21: der Grund kann ganz banal sein wir haben ein neues Produkt und wollen das Produkt in Bekanntheitsgrad hat.
00:20:26: Der Grund kann sein Wir haben gerade ein Problem mit dem Recruiting.
00:20:29: Wir kriegen nicht die richtigen Leute.
00:20:30: Das Problem kann sein Die Konkurrenz ist besser geworden.
00:20:32: also es können immer irgendwelche Problemstellungen sein Und die gucken wir uns erst mal an.
00:20:36: und dann kann es aber auch sein, dass der Event in der Kundeplan gar nicht das richtige Modell ist für das Problem zu lösen.
00:20:42: Sondern er braucht vielleicht eine Social Media Kampagne oder braucht vielleicht ne andere Unternehmenskultur?
00:20:46: Weil die Nehmens-Kultur nicht funktioniert.
00:20:48: Deswegen stellen mir erstmal die richtigen Fragen wenn wir jetzt über eine Marke reden die ganz anfängt oder eine Markel sich neu aufbaut du hast gerade gesagt da müssen wir irgendwas erfinden.
00:20:57: Erfinden ist komplett falsch.
00:20:58: Also ich möchte da nicht widersprechen, aber erfinden ist so das Schlimmste was du tun kannst sondern wir finden.
00:21:03: Wir sind im Markenprozess und im Denkprozess.
00:21:05: bei Markens sind wir Archäologen weil es gibt ja schon immer etwas.
00:21:08: Es gibt ja irgendeinen Grund warum eine Marke eine Firma entstanden ist.
00:21:11: egal ob's irgendwie ein Logistiker ist oder ob sie eine Möbelfirma ist, ob es eine Sportartikel herstellt, es gibt einen Grund warum die Firma sich gegründet hat.
00:21:19: Den Grund gucken uns an wie haben die damals gelebt?
00:21:22: Was waren die ersten Produkte?
00:21:23: Damals kann auch vor fünf Jahren sein.
00:21:24: Das ist erstmal Hintergrund.
00:21:28: Der Herr Fischer von Mann Hummel hat mir mal gesagt, sie reden gar nicht mehr von Vergangenheit sondern sie reden von Herkunft.
00:21:35: Weil eine Herkünft ist nie abgeschlossen, die Vergangenkeit ist abgeschlossen.
00:21:37: das finde ich ganz spannend und von daher reden wir auch über die Herkunfte, über den Gegenwart, über die Zukunft.
00:21:43: also machen wirkliche Prozesse mit den Kunden belegen uns wo wollt ihr eigentlich hin für was wollt ihr stehen?
00:21:48: Und dann finden wir wie gesagt wieso Archäologen gucken wir was ist da und finden aber er findet gar nichts und es alles schon da.
00:21:54: Dann überlegen wir, okay wenn wir gefunden haben welche Farbe passt zu dir?
00:21:58: Welche Formen passt zu ihr?
00:21:59: Welches Sprache passt zu die?
00:22:01: Welchen Klamotten ziehst du gerne an um dann die Marke so ein bisschen neu zu interpretieren.
00:22:07: Schon immer oder hat sich das gewandelt?
00:22:08: weil ich meine als sie angefangen habe, Diese komischen Brille, die überall in den Ipsheften und sonst was als Beilage war.
00:22:20: Weil da war die letzte Sonnenfinstinn ist Und alle hatten Angst vor Y-to-K Dass uns jetzt hier die Computer abschmieren beim Übergang ins Zwei Tausend.
00:22:31: Das heißt, da habt ihr angefangen.
00:22:32: Es gab keine Smartphones.
00:22:34: Ihr habt mit Festnetztelefonen angefangen und saß da am Schreibtisch.
00:22:37: Dann kam eben die Finanzkrise.
00:22:39: Es kam Internet, es kam Social Media mittlerweile KI.
00:22:43: Wie hat sich eure Arbeit im Laufe der letzten zweieinhalb Dekaden weiterentwickelt?
00:22:48: Die entwickelt sich jeden Tag weiter.
00:22:49: also Ende des Tages machen wir vielleicht immer noch das gleiche aber mit anderen Instrumenten Als andere Hilfsmittel, wie du gerade gesagt hast.
00:22:56: Also wenn man sich alleine das Handy anschaut ich habe beim Siemens noch so ein Koffer am Auto liegen gehabt aber mein erstes Smartphone oder das erste Mobiltelefon wo die Minute glaube ich dreißig Mark gekostet hat oder so.
00:23:09: Ich hab noch gelernt es ging jetzt echt wie so'n alter Mann.
00:23:11: Aber ich habe noch gelernt mit Schreibmaschine.
00:23:13: teilweise haben wir noch keine Rechner beim Siemens gehabt sondern meine Rechnung habe ich in einer elektrischen Schreib Maschine geschrieben und im Ende des Tages waren's immer Tools.
00:23:21: was ich gerne daran in der Kommunikation ist dass Du Ganz früher, ganz klar wusste es wo sind deine Kanäle?
00:23:27: Also ich hatte quasi Laden und in dem Laden ein Blakat gehabt.
00:23:31: Da hab' ich drauf geschrieben was das kostet.
00:23:33: Das war meine Werbung so... Und dann konnte ich irgendwann mal anzeigen schalten in Zeitungen.
00:23:36: Das waren meine Werbungen.
00:23:37: Ich wusste ganz genau drei Viertel im Dorf lesen die Zeitung und lesen meine Werbing.
00:23:41: Dann ging's weiter, da haben wir irgendwann Kinowerben bekommen ...und früher war es vielleicht so ein bisschen, wie soll ich sagen, was vielleicht bis in Billiards spielen, die richtigen Kugel zu treffen damit es ins richtige Loch geht Und irgendwann war es dann flippern.
00:23:52: Also du guckst, dass die Kugel irgendwo anschlägt und das irgendwas passiert so?
00:23:56: Jetzt kommen wir wieder in den Punkt wo klar wird durch diese ganzen Datengeschichten wer ist meine Zielgruppe?
00:24:01: wie komme ich daran?
00:24:02: wie kann nicht genau sieden aber es wird immer komplexer.
00:24:05: definitiv ist auch viel mit... Es hat viel mit Technik und viel mehr mit Algorithmus zu tun.
00:24:11: Ich glaube das gehört sich wieder um als ich merke gerade wenn weil du gerade das Thema Karrieren gesprochen hast momentan kommt Wahrscheinlich über fünfzig Prozent der Sachen, die bei mir ankommen, kommen von einer KI geschrieben.
00:24:22: Stelle ich mir ...
00:24:24: Was ist das für?
00:24:25: Briefings,
00:24:27: Anschreiben
00:24:27: etc.,
00:24:28: PPP-Bewerbungen?
00:24:30: vom Recruiting merke ich mittlerweile über die Hälfte von der KI geschrieben und bleibe ich mir noch lesen oder schicke es gleich mal in einer KI zum Antworten.
00:24:38: Wir reden dann wirklich so terminiertemmäßig, Roboter reden mit Robotern irgendwann mal.
00:24:42: Aber das merkt man!
00:24:43: Man merkt's auch schon.
00:24:45: Auch meine Kollegen alle merken das langsam, es macht auch kein Spaß.
00:24:48: Es macht keinen Spaß einen Briefing zu lesen sie KI geschrieben hat mit irgendwelchen Bullshit-Bingo begriffen und's macht auch keinen Spaß eine Bewerbung zu les'n die von der KI geschrieben worden ist nur weil das Träne steht was ich anscheinend hören will.
00:24:59: aber kennt man mich ja als Mensch gar nicht.
00:25:02: Und ich glaube es wird immer wichtiger dem Menschen auch zuzuhören und mit den menschen zu sprechen.
00:25:07: da wird auch die begegnung wieder wichtiger.
00:25:09: Definitiv auch der digitale Raum wird unwichtiger, da wird der reale Raum wieder wichtiger.
00:25:14: Und das merkt man ja auch viele Konzerte, die sind ausbekauft.
00:25:16: Wenn man sich stattfeste anguckt und die Mange nie so überlaufen wie es jetzt gerade der Fall ist... Da kommt's teilweise nicht mehr rein.
00:25:22: also wir begegnen werden wichtiger.
00:25:24: Es ändert sich, wird sich auch in fünf Jahren wieder viel ändern.
00:25:26: Das wird sich viel, viel ändern und ich glaube dass viele Dinge von der KI auch übernommen werden.
00:25:31: Also sag mal das Thema bei uns ganz klar das Thema Recherchen.
00:25:35: Ja, was ich für ein Recherche an Stunden verbracht habe im Wochenende um irgendwie dem Kunden und hier und da in die Konkurrenz.
00:25:40: Das macht heute meinen KI.
00:25:41: Ich baue mir die, habe meine Agenten gebaut.
00:25:44: Fantastisch!
00:25:45: Also super.
00:25:46: Das heißt ihr schickt aber keine Briefings raus, die von der KI geschrieben wurden?
00:25:49: Ne ne ne.
00:25:50: also wir fangen an mit einer KI oft und überlegen uns oder die KI überlegt sich teilweise und dann wird es aber auf jeden Fall verfallen und nochmal angeguckt durchgeschaut noch mal bearbeitet was ist bedeutet zur Puls machen was sind wir eigentlich?
00:26:03: weil?
00:26:03: sonst fängst du wirklich irgendwann an das briefing KI und dann kommt das Projekt Angebot gleich raus.
00:26:08: ja
00:26:10: machen mittlerweile viele aber ich glaube nicht dass es richtig ist Wie überall die
00:26:14: K.E.,
00:26:14: die kann ja nur rezipieren, was es schon gibt.
00:26:19: Die ist ja ganz weit weg von Denken, sondern die ist ja nur alte Mustergut.
00:26:22: Das machen wir als Menschen auch wenn man's gelernt.
00:26:24: Wir replizieren alte Musta aber die Ke wird nichts Neues dazudenken.
00:26:28: Die Ke wird nicht kreativ sein das ganze gar nicht dazu nicht die Möglichkeiten dazu und ich glaube dass diese... Diese Kreativität ist es menschlich sein, dieses Team miteinander.
00:26:36: Dass das den Ausschlag gibt?
00:26:38: Ja aber ich sehe schon auch die Gefahr dass wir Menschen ja natürlich auch die Tendenz haben Dinge zu vermenschlichen.
00:26:46: Auch und vor allem die KI.
00:26:48: Die meisten KI's haben Namen Und dann spricht man immer von ihr oder von ihm und so was.
00:26:55: Da sehe ich schon eine große Gefahr Das Menschen das vergessen oder ausblenden und einfach wirklich das Gefühl haben Ich spreche mit einer Freundin mit einem Therapeuten oder sonst irgendwas und das halt wirklich vermenschlichen.
00:27:06: Und am Ende nicht mehr so ganz genau wissen, wo hört der Mensch auch vorfängt die Maschine an?
00:27:11: Das ist eine Riesengefahr.
00:27:12: Es gibt ja diesen Filmhörer von Spike Jones, der mit dieser KI-Agentin quasi eine Liebschaft anfängt und sich in sie verliebt und dann ein Liebeskummer bekommt usw.
00:27:22: Ja, Riesengefahr!
00:27:24: Absolut riesen Gefahr, was die Gesellschaft betrifft.
00:27:26: Ganz klar dass man für die Leute, die eh schon immer Schwierigkeiten hatten mit Menschen klarzukommen und nach draußen zu gehen... ...für dieses super einfach plötzlich Ansprechpartnerinnen zu haben auch und Probleme zu besprechen.
00:27:40: Ich habe das auch teilweise schon gemacht mit der KI mich unterhalten und versuche wie weit geht ihr eigentlich?
00:27:44: Wie weit versteht ihr mich?
00:27:45: Und die versteht mich fantastisch Aber nur so weit Wie ich denke, dass sie mich versteht.
00:27:52: Während ein Freund von mir eine ganz andere ... Ganz anderes mit mir spricht und mir nicht gefallen möchte,
00:27:56: auch immer kontragebt.
00:27:57: Genau,
00:27:58: man darf nie vergessen die KI will dir immer gefallen.
00:28:01: Die will immer, dass du ihr Zunerkung gibst, das du ihr sagst, der hast es gut gemacht.
00:28:05: Die möchte keine Fehler machen, die möchte nicht Kontra sein, die möchtet ihr immer gefallen.
00:28:08: dafür ist er so gebaut.
00:28:11: Und das macht natürlich auf die einen Seite Einfahrer aber da passiert nichts, da wird sich nichts Neues entwickeln Und wir müssen neue Dinge entwickeln.
00:28:17: Natürlich können wir in gewissen Bereichen Wissenschaft, Pharma und so weiter fantastisch und ich glaube auch dass es bald Durchbrüche gibt in der Krebstherapie
00:28:25: usw.,
00:28:26: weil er geht zum Daten, da geht's um Wissenschaften aber was Kreativität und Menschlichkeit betrifft Vollkommen richtig.
00:28:32: Wir müssen da aufpassen, extrem aufpassen.
00:28:34: Merkst du es auch in eure Branche gerade was Grafiken betrifft dass wir eigentlich jetzt am Ende angekommen sind was Computer generiert wird?
00:28:42: das haben wir durchgespielt quasi und jetzt geht's doch wieder eher Richtung Analog?
00:28:46: Nee ich glaube bis denn immer noch am Anfang Jede der mir irgendwas sagt, was die KI nicht kann, dann sag ich ihm das ist nur Frage der Zeit.
00:28:55: Wir sind immer noch am Anfang.
00:28:56: also es klar geht's mittlerweile... Nein,
00:28:58: nein!
00:28:58: Ich meinte nichts, was sie kann sondern eher was wir wollen dass wir uns quasi so ein bisschen daran satt gesehen haben an den perfekten Linien und jetzt doch eher wieder ja durchaus etwas Handgemachtes wollen was man auch sieht, dass es handgemacht ist.
00:29:13: Ja ich glaube es ist eine kompletten Kulturszene so.
00:29:16: Ich meine wenn man sich die Filme anschaut, die letzten Marbelfilme, das kannst du auch in den KI schreiben lassen, das kann ich auch in der KI produzieren lassen da hast du nicht mehr viel Fleisch drinne.
00:29:24: und dann kommt so ein keine Ahnung so einen Joker der komplett handgemacht ist, der böse daherkommt und plötzlich wird er ein Riesenerfolg oder der letzte Batman weil was sich anders anfühlt wie Komplett-KI.
00:29:34: So ist es in der Musik also weiß nicht... Letztes Coachella Festival war nur noch ein TV-Spektakler, nicht mehr viel Musik zu tun.
00:29:42: Wir sprechen darüber, dass dieses Gleit achtzig Stunden Arbeitszeit gekostet hat aber die Songproduktion zweieinhalb Minuten gefühlt.
00:29:47: also das so da wird sich umdrehen dann bin ich mir sicher in der Werbung glaube ich es nicht.
00:29:52: Ich glaub' dass es auch kein riesengroßen Unterschied macht ob du drei Tage im Südafrikan Model fotografierst oder ob du das außen... Das merkt man nachher wirklich nicht mehr.
00:30:03: Im Film glaube ich schon, dass es einen Unterschied macht aber in den Bildern da wird sich nicht mehr viel umkehren.
00:30:08: Fürchtig!
00:30:10: Ja, also du hast vorhin gesagt die Veranstaltungen sind voll.
00:30:13: Die Leute kommen zu Konzerten, die kommen zur Stadtfesten.
00:30:17: Das ist ja durchaus auch ein Thema was mich interessiert.
00:30:19: ich komme auch von der Bühne und von Live-Veranstaltung.
00:30:22: Hast du das Gefühl... ...die Menschen dürsten generell wieder mehr nach Live-Veranstaltung oder konzentriert sich dann doch auf die wenigen Großen?
00:30:29: Also die Taylor Swift's und so die Konzerte und dann eben die großen Stadtfeste, die halt die ganze Stadt nur aufrufe setzen Nachwuchs-Bands oder Fünfzig bis Zweihundert Personenkonzerte und sonstige Veranstaltungen eher so ein bisschen untertischfallen.
00:30:48: Ich glaube, es ist ein Riesenproblem momentan.
00:30:50: Kriegt das ja auch mit, weil ich mit ganz vielen Kulturschaffenden auch arbeite und habe mich mit denen unterhalten oder auch viele Freundinnen hat die eben Kultur, Kultur Szene tätig sind.
00:30:59: Wir haben wie du gesagt hast wir haben diese Eventisierung von Großkonzerten Taylor Swift, Harry Styles, wie sie immer heißen.
00:31:04: also die großen Sachen werden Ausverkauft, dann hast du den Hype Train der in dem Jahr funktioniert.
00:31:11: In diesem Jahr kriegst du für Provinz definitiv keine Karten weil die komplett aus verkauft sind.
00:31:15: zwei Jahre später müssen wieder Gas geben was er aus Dinge aus Verkaufen.
00:31:19: Also das ist ein halb und Du hast die Eventisierung das was zwischendrin passiert von Bands die vielleicht schon problemlos drei viertausend Karten verkauft haben.
00:31:26: Die Struggle heute kämpfen und sagen Konzerte ab und sagen Turnien ab ... haben wir das Problem, dass sie ja nur da Geld verdienen.
00:31:33: Und da sie da nur Geld verdient, müssen sie auch jedes Jahr auf Tour gehen und spielen jedes Festival.
00:31:37: Wenn du die deutsche Festivallandschaft anschaust fühlt sich alles irgendwie gleich an.
00:31:42: also es gibt glaube ich keinen Festival wo Zartmann dieses Jahr nicht spielt oder letztes Jahr usw.
00:31:45: Also ist schon so... Dadurch wird's halt austauschbar!
00:31:50: Aber ich glaube fest dran, jetzt wo die Zeiten an sich schlechter werden und schlechte Zeiten sind immer gut für Kultur.
00:31:57: Und dann gibt es wieder Worte, da gibt's diesen Drang sich zu zeigen, da gibts diesen Dran zu streien den Drang zu revolutionieren.
00:32:02: Ich glaub das kommt jetzt auch und ich hoffe dass dann wieder mehr Subkultur passiert und dann noch wieder mehr Geld in Subkultur
00:32:07: fliegt.
00:32:08: Und auch das Thema das Kultur vielleicht nicht immer gleich Geld verdienen möchte sondern einfach auch mal da sein will um dann nachher Geld zu verdienen.
00:32:18: Aber ich finde es komplett falsch, wenn man die Kulturtöpfer rangeht.
00:32:21: Also das in jeglicher... Ich weiß, dass es kommunalpolitisch Ludwigsburg egal wo wir sind ist gerade ein Riesenproblem weil die Ausgaben einfach wegrennen.
00:32:29: aber ich find im letzten bitte eine Kultursparen weil Kultur sorgt für Integration, Kultur sorgs für Bildung, Kultur Sorgt auch mal sich wohl zu fühlen
00:32:38: und Infrostler
00:32:38: auszulassen.
00:32:39: und Kultur ist auch das einzige letztendlich was uns von den Tieren unterscheidet.
00:32:43: an die Unterscheidungsmerkmale gibt's nicht.
00:32:45: Tiere sind wahrscheinlich besser zu ihren Kindern und zu ihren Eltern.
00:32:49: Keine Ahnung, sie sind besser zur Natur und zur Umwelt aber haben keine Kultur.
00:32:53: Und wir haben diese Kultur und ich glaube Wir müssen da dran festhalten.
00:32:57: Es ist super super wichtig das auch zu unterstützen Und es auch für den Gast wichtig zu fragen Hey!
00:33:02: Keine ahnung was da heute Abend passiert.
00:33:03: Ich gehe da halt mal hin Ich guck mir das mal an, ich lasse mich auch was ein und wir haben halt in den letzten Jahren gelernt.
00:33:08: Immer nur das zu gucken, was uns auch gefällt wieder dieses Blasen Silo denken also so.
00:33:12: Es fällt mir ja eh da geh ich dann auch hin.
00:33:14: Nee guckt euch immer etwas an, was sich vielleicht nicht gefällt.
00:33:16: Aber dann lernt man und dann lernten wir auch neue Menschen kennen gehen die Diskurs rein
00:33:20: Und deshalb habt ihr ja auch die Begegnungsstätte hier ins Leben gerufen.
00:33:25: In der Kultur war für uns natürlich, die Pandemie eine extreme Zäsur.
00:33:31: Ihr habt jetzt mit Pulsmacher schon die ein oder andere Krise mitgenommen in den letzten fünfundzwanzig Jahren.
00:33:36: Ist die Pandemie da rausgestochen?
00:33:39: Absolut!
00:33:41: Das ist für mich persönlich alles was ich stehe... Ich bin wahnsinnig gerne unterwegs, ich gehe gern auf Parteis.
00:33:47: Ich geh auf Konzerte und brauche Menschen um mich herum.
00:33:51: Also, ich atme Menschen und ich liebe das... ...und hab auch eine große Verantwortung meinen Kolleginnen gegenüber.
00:33:57: Ich habe eine große Verantwortungen meinen Partnerinnen, also die Lieferantinnen
00:34:00: usw.,
00:34:01: gegenüber.
00:34:02: Und dann fängt plötzlich ein Stopp mal.
00:34:05: es geht gerade nicht.
00:34:06: Dann war's irgendwie mehr oder so.
00:34:07: Und wir wussten ganz ehrlich im Mai ist das rum, jetzt haben wir mal paar Wochen Und dann ging es halt weiter und weiter, schlimmer und schlimmer.
00:34:13: Das einzige was wir tun konnten war irgendwelchen Freunden und Partnern abzusagen.
00:34:18: Eventuell in die Stadt freien Grafikern, Künstlern... ...und im Job leben auf der Bühne zu gehen.
00:34:25: Freie Mediengestalter usw.
00:34:29: Den musste plötzlich anfangen abzusagen.
00:34:31: Wir haben nur noch Bad News nach Hause gebracht.
00:34:33: Wir mussten die Kollegen nach Hause schicken.
00:34:35: Ich saß alleine in meinem Büro und hab irgendwie... Was machen wir jetzt eigentlich?
00:34:39: Die Pandemie war wirklich furchtfurchtbar.
00:34:41: und dann ... Ich erinnere mich an eine Geschichte, die das auch umgekehrt hat.
00:34:45: Das finde ich ganz schön.
00:34:46: der Rainer Pfister.
00:34:47: Der Fotografer aus Ludwigsburg kennt wahrscheinlich auch.
00:34:49: Wir haben uns im Büro getroffen und haben belegt, was können wir für Projekte machen?
00:34:53: Ich hatte dann eine Idee.
00:34:54: Eine Fotoidee die er Gott sei Dank nicht gut fand weil es am Ende des Tages auch echt beschissen war.
00:35:00: Er hatte dann die Idee von der Rückkehr der Musik wo er ab der ersten Sekunde auf Konzerte gegangen ist, die noch stattgefunden haben und gesagt hat, er hört erst auf zur Fotografie wenn die Schleerhalle wieder voll ist.
00:35:10: Das war dann beim Scooterkonzert und hat dann diese Fotostrecke die Rückkehr dieser Musik gemacht.
00:35:16: Die war so unglaublich schön und so unglaubig befreiend Ganz, ganz tolle Nummer.
00:35:22: Und wir bei Pulsmauer haben gesagt okay... Wir sind begegnenstädte, wir sind Kommunikation also müssen wir reden!
00:35:27: ... dann habe ich angefangen, Ludwig's Talk zu entwickeln.
00:35:32: Ich glaube das war ein Ausdruck.
00:35:33: Nee, das waren sogar live!
00:35:34: Das war ein Streaming-Event.
00:35:36: Das war quasi so eine Fernsehshow.
00:35:37: Am Anfang war es mit einem Blue Screen hier hinten in der Ecke... ... und dann bin ich hier ins Büro rein, hab dann Twitch gelernt... ...und hab jeden Tag getwitched mit irgendwelchen Leuten.
00:35:46: Der erste Gast war unser Oberbürgermeister Dr.
00:35:48: Matthias Knecht,... ...und hat damit ganz vielen Menschen aus Kultur, aus Einzelhandel, aus Gastro.
00:35:53: drei Monate jeden Tag mit Leuten unterhalten.
00:35:57: Einfach auch für mich, weil ich konnte ja nichts tun aus dem Menschenreden.
00:35:59: und dann haben wir drüben uns im Studio ein großes Studio aufgebaut mit Unreal Engine wirklich riesengroß und haben dann einmal einen Monat gestreamt.
00:36:09: das haben wir dann glaube ich vier oder fünf Jahre lang gemacht in der Komplettepandemie und haben teilweise wirklich tolle Zugriffszahlen gehabt und tolle Menschen da gehabt.
00:36:16: Wir hatten dann Landtagswahl alle hier gehabt Bundestagswahr die Spitzenkandidaten aus der Region hier gehabt Stimmen in die Ukraine gemacht.
00:36:24: Am Anfang des Krieges, das war einer meiner traurigsten schlimmsten Momente auch als Moderator in dem Fall und haben damit halt... ... mit Menschen geredet so.
00:36:33: Haben damit auch kein Geld verdient, sondern haben Sinnstiftungen geschaffen.
00:36:36: Daraus wiederum kamen dann Kunden und sagten hey wir brauchen ein Studio... ...wir brauchen ein Streaming und dann haben wir plötzlich wieder Geld verdienen innerhalb der Pandemie und durften dann... ...große Streams große Shows machen.
00:36:46: Weil
00:36:46: ihr euch darüber natürlich auch das Equipment besorgt habe und das Know-how angeeignet habt wie man es alles umsetzt?
00:36:52: Also auch da ist noch blöden Idee oder aus dem Kommen wir müssen mal was machen entsteht ein Business Case und das war so oft bei uns zu fallen.
00:36:58: Ja also viel ausprobieren.
00:37:01: Das begleitet dich
00:37:02: die ganze Zeit.
00:37:03: Machen, machen, machen und nicht irgendwie jammern oder nicht irgendwie nicht tun weil wenn es scheiße läuft dann musst du halt einmal hochkrampeln weitermachen.
00:37:11: Wie gehst Du mit Druck um?
00:37:13: Und mit der Verantwortung die auch hier ist?
00:37:15: Ich meine ich bin auch selbstständig aber ich bin solo-selbstständig.
00:37:18: wieso?
00:37:18: Wenn's bei mir nicht läuft, hängen nur ich dran!
00:37:21: Aber bei euch hier hängen einfach zwanzig Mitarbeiterinnen daran und deren Familien im Zweifel.
00:37:27: Danke, dass du mir das sagst.
00:37:32: Das sag ich ja an Corona war's die Hölle weil wir wussten ja auch überhaupt gar nichts.
00:37:36: Wir wussten nicht wie funktioniert es mit dem Kurzarbeit geil.
00:37:38: also das hat wirklich super funktioniert.
00:37:40: also das war ab der ersten Sekunde das ist richtig gut gelaufen.
00:37:44: wir wusste nicht kriegen wir Förderungen.
00:37:45: da haben wir auf vier fünf Jahre warten müssen bis wir dann das okay bekommen haben.
00:37:50: Wir haben Geld bekommen, wir haben überlebt.
00:37:52: Uns ging's okay und konnten überleben.
00:37:55: Wir haben es auch so gemacht, dass wir unsere Mitarbeiter in alle noch mal einen Tag die Woche zumindest angestellt haben also das wir sie nicht komplett in die Kurzarbeit entlassen haben um auch ein bisschen dran zu bleiben.
00:38:03: Wir hatten keinen Praktikanten, keinen Trainee entlassen sondern wir haben sie sechs Monate durchgezogen damit sie wenigstens irgendwas haben Weil die Verantwortung haben wir einfach so.
00:38:12: Wirtschaftlich macht das keinen Sinn, weil es gab nichts zu tun aber zumindest ein bisschen was zu lernen.
00:38:16: Wir haben dann auch mit den Leuten uns einmal am Tag ausgetauscht hier, haben viel gemacht und der Druck ist auf der einen Seite versuchen wir wirtschaftlich immer nur das Geld auszugeben, was wir auch haben.
00:38:28: also wir arbeiten wirklich sehr schwäbisch Und wir versuchen einfach das Beste draufzumachen keine groben Fehler zu machen.
00:38:35: und ja Druck is da Druck hemmt dich aber auch, also von daher versuche ich den gar nicht so an mich reinzulassen.
00:38:43: und ich glaube wenn wir fleißig sind, wenn wir Gas geben, wenn Wir ehrlich sind authentisch bleiben dann wird es schon irgendwie gehen.
00:38:48: Ja!
00:38:49: Und es wird auf jeden Fall auch Ludwigsburg weiterhin bleiben.
00:38:52: oder zieht's euch irgendwann mal raus?
00:38:54: Eure Projekte sind natürlich überall deutschlandweit auch international.
00:38:59: Ich liebe die Stadt einfach.
00:39:00: Wir haben so eine tolle Stadt, wir haben so tolle Unternehmerinnen hier ... Die Weinmanns mit Götze, Fischermannen, Hummel, Uli Kraft, Ralf Hofmann.
00:39:11: So viele tolle Menschen, die letzten Jahrzehnte auch geprägt haben in Max-Mai, hab ich schon erwähnt, mit seinen beiden Kindern.
00:39:18: Also es ist wirklich ein so toller Unternehmer.
00:39:20: ... Köpfe hier, wir haben eine tolle IHK hier mit der Secret als Secret-Zimmerling als Geschäftsführerin und einem Kollegen.
00:39:27: Ja,
00:39:28: mit dir als vertretenem Präsident?
00:39:30: Ich finde da passiert so viel auch in dem, bin da jetzt glaube ich seit fünfzehn Jahren dabei oder so... Da habe ich so viele Kontakte und so viele tolle Unternehmerinnen die das wirklich auch wollen.
00:39:39: Die wollen die Region!
00:39:40: Die wollen Ludwigsburg, die wollen es nach vorne bringen.
00:39:43: Und mit dem Willen werden wir auch die Transformation schaffen, da bin ich mir sicher.
00:39:47: Wir haben uns schon mal transformiert in Ludwigsburg und bekommen das noch einmal hin!
00:39:50: Wir haben einen tollen Gemeinderat, wir haben tolle Leute in der Stadt sitzen, lass uns einfach machen!
00:39:58: Verkloge ich die tollste Liebeserklärung an Ludwigsburg.
00:40:01: Wir
00:40:02: haben es auch voll schön hier, wir haben dann doch eine Toilett-Kultur.
00:40:04: Wir sind ein tolles Skala und haben das Kulturbündnis mit Montreux-Bosch.
00:40:08: Und Blüberg wie geil ist der eigentlich?
00:40:11: Ich habe oft Gäste aus Deutschland oder aus der Welt, die sagen, wie schön ist es hier
00:40:14: eigentlich.
00:40:14: Also lebenswert, tolle Menschen, toller Industrie ... Warum sollte ich woanders hingehen?
00:40:19: Es gibt eben sehr viele tolle Orte hier.
00:40:22: Hast du einen Lieblingsort?
00:40:24: Kannst du es auf einen runterbrechen, bei dem du sagst da bin ich am allerliebsten?
00:40:28: Boah ist das super schwer!
00:40:31: Ich liebe den Favoritenpark Brutal.
00:40:33: Ich glaube, ich lieb Scala mit am meisten, weil im Scala hat auch viel bei mir angefangen.
00:40:37: Ich habe als Schüler angefangen, im Scalar zu arbeiten, ehrenamtlich an der Theke.
00:40:41: Hab dann meine ersten Konzerte mitbekommen, auch damals mit Tommy Roddacker.
00:40:45: Weil lange im Kino kult, hab dort gearbeitet, mach jetzt oben R-Kino und wir machen's oben Rkino in der Vermarktung für ein Kino Kult.
00:40:50: Ich glaub das Scala ist schon so einer meiner Lieblingsorte immer wenn ich da bin mal beim Konzert oder sowas.
00:40:55: Das ist schon immer sehr toll da drin.
00:40:57: Da gibt es ganz tolle Menschen ... ... mit Frank und Jochen Laube, die das machen.
00:41:01: Also ich lieb Skala!
00:41:04: Ja, das hast du von deinem sehr abwechslungsreichen Job geschildert?
00:41:07: Gibt es vielleicht
00:41:08: trotzdem einen Satz den du immer wieder... ...und mit Abstand am häufigsten hörst?
00:41:13: Hören oder sagen.
00:41:15: Also kannst du auch aus
00:41:16: deinem
00:41:16: eigenen Mund hören.
00:41:18: Man sagt mir mal an, dass ich sage, ich fühle das nicht.
00:41:20: Wenn ich einem Kollegen oder jemand sagt, ich fühl das nicht dann sind sie deprimiert weil der Wissenssens funktioniert.
00:41:25: Ich möchte es anders haben.
00:41:26: Ach nee, ich finde immer... Ich bin so ein Fan von Machen und wir sagen ja bei uns bei Pulsmacher großartige Momente pulsieren ein Leben lang, das ist unser Claim.
00:41:35: Und ich glaube an den großartigen Moment.
00:41:36: Ich glaub wenn wir jeden Moment versuchen irgendwie großartig werden zu lassen ob privat oder im geschäftlichen Kontext dann wird es schon ein geiles Leben werden irgendwie.
00:41:43: Ja.
00:41:44: Und wo geht's noch hin in den nächsten Jahren?
00:41:47: PulsMacher?
00:41:50: Ich hoffe dass wir nachhaltiger werden, ich hoffe dass Wir qualitativ besser werden an sich das Lebenswerte alles, wobei es schon sehr lebenswert ist.
00:41:59: Ich glaube einfach besser werden.
00:42:01: Bock besser zu werden und ich habe Bock Dinge zu gestalten mit den wunderbaren Kollegen und meinen drei Geschäftspartnern Jochen Thorsten und Silke.
00:42:09: Einfach dass wir da weiter Gas geben können.
00:42:11: Eigentlich finde ich's schon geil wie sie letzten sechsundzwanzig Jahre jetzt war.
00:42:15: Ich möchte gerne so weitermachen mit dem Spaß also jeden Tag mit Spaß in die Arbeit zu gehen weil das echt ein Geschenk!
00:42:22: Das Gespräch heute mit dir war für mich auch ein Geschenk und hat Spaß gemacht zur Arbeit zu kommen.
00:42:27: Ganz herzlichen Dank, dass du dir die Zeit genommen hast und uns diese Einblicke gegeben hast!
00:42:30: Vielen lieben Dank gerne!
00:42:32: Danke auch!
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